Tanzania: Art!

Bildende Kunst aus Tansania - Tanzanian Visual Art for sale

Moderne tansanische Künstler:innen im Portrait

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Künstler:innen vor, die sich an unserem Projekt beteiligen - vorerst ausschließlich Maler:innen und Fotograf:innen. Zum Verkauf stehende Werke von ihnen finden Sie in der Galerie, deren Bilder sich auf einen Klick entfalten. Scrollen Sie sich durch ihre Biografien, Werte und Ansprüche! Bei Interesse an einem besonderen Werk melden Sie sich dann später einfach bei uns.

Sarah Al-Bait - Mchomvu Artisteve - Yussuf Bayuu - Suleiman Binda - Evarist Chikawe - Haji Chilonga - Fred Halla - Happy Robert - Jamal Mohamed - Mihayo Kallaye - Max Kamundi - Shelina Khimji - Masoud Kibwana - Vita Malulu - Medy Maubaka - Thobias Minzi - Barnabas Mnamba -  Jennifer Msekwa - Lilian Munuo - Muzu Suleimanji - Aggrey Mwasha - Paul Ndunguru - Nimrod Hanai - Annah Lot Nkyalu - Raza Mohamed - Mac Sawaya - Cuthbert Semgoja - Job Theophil - Vensa Temu - scroll down, please!

angekündigt/announced: James Haule - Elias Jengo - Salum Kambi -  Majeshi - Kipara Mzuguno - Gadi Ramadhani - George Nyandiche - Undare Mtaki

Portraits of contemporary Tanzanian artists
We introduce you to the artists who are participating in our project - initially only painters and photographers. You can find some of their works for sale in the gallery whose images unfold with one click. Scroll through the biographies, values ​​and claims of Tanzanias visual artists! If you are interested in a particular work, simply contact us.


Sarah Al-Bait

Sarah Al-Bait, Memories in Motion 01, 2016, motion photography, 41 x 17 cm, gerahmt, 2017 verkauft für 120 $ © S.Al-Bait

Sarah Al-Bait wurde 1992 in Dar es Salaam geboren. Sie promovierte zur Zahnchirurgin an der Muhimbili University und ist zugelassene Zahnärztin in Dar es Salaam. Kunst war jedoch schon immer ihre Leidenschaft, insbesondere Fotografie und Acrylmalerei. Neben ihrem Beruf als Zahnmedizinerin lebt sie als autodidaktische abstrakte Künstlerin, die es liebt, neue Techniken in beiden Kunstgenres auszuprobieren.
2010 nahm Al-Bait zum ersten Mal an der Angaza Art Exhibition teil, die in Dar’s Mlimani City Mall stattfand. Anschließend stellte sie bei der 5. und 6. Ostafrikanischen Kunstbiennale aus (2011 und 2015), die in der Alliance Francaise, Nafasi Art Space stattfand, und 2015 auch an der Kunstausstellung der Universität von Dar in der Nkrumah Hall.
2017 veranstaltete Al-Bait ihre erste Duo-Ausstellung mit der Malerin Viviane Coupleux. Die Ausstellung nos-tal-gia präsentierte Fotografien und Malereien der beiden Künstlerinnen, die ein ähnliches Interesse für den sentimentalen Wert teilen, den Erinnerungen für Menschen haben. Sie fand in der Ausstellungshalle der Alliance Francaise statt.
„Die Inspiration für meine künstlerische Arbeit kommt nicht aus der Ferne. Es sind die alltäglichen Gegenstände und Aktivitäten in der Nähe, die mich faszinieren; einfache Dinge, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die mich dazu bringen, sie zu erkunden - mich auf die kleinsten Details zu konzentrieren -, um die tiefsten Emotionen zu vermitteln."

© S.Al-Bait

Sarah Al-Bait was born in Dar es Salaam in 1992. She pursued a degree in doctor of dental surgery at the Muhimbili University of Health and Allied Sciences, and is a licenced dentist basd in Dar es Salaam. Art has, however, always been a passion for her, especially photography and acrylic paintings. Alongside her dental degree, she is a self-taught abstract artist who loves to explore new techniques in both art genres.
In 2010, Sarah first participated in the Angaza Art Exhibition held at Dar’s Mlimani City Mall. She has then participated in the 5th and 6th East Africa Art Biennales held at the Alliance Francaise, Nafasi Art Space (in 2011 and 2015 respectively), and again at the University of Dar es Salaam Art Exhibition in 2015, held in Nkrumah Hall.
In 2017, Sarah held her first duo-exhibition with co-artist Viviane Coupleux. The exhibition nos-tal-gia was a joint exhibition between the two artists who shared a similar love for the sentimental value that memories hold for humans. It was held in The Alliance Francaise exhibition hall.
"The inspiration for my art work doesn't come from afar.. It is the nearby ordinary objects and everyday activities that captivate me; simple things that catch my eye, that make me want to explore - to focus on the smallest of details -, and convey the deepest of emotions."

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Mchomvu Artisteve

Mchomvu Artiststeve, Silent Pain, Charcoal and Pastels on Canvas, 2019, 80 x 60 cm © S. Mchumvu

Stephen Solomon Mchomvu (Mchomvu Artisteve als Künstlername) ist ein realistischer Zeichenkünstler, der 1993 in Mwanga (Kilimanjaro-Region) geboren wurde. 2016 zog er nach Dar es Salaam, wo er im Stadtteil Kawe lebt. Seine Talente und Fähigkeiten hat er durch viele Schulungen und Workshops weit entwickelt. Nach der High School hatte er sich zuerst für Architektur eingeschrieben. In dieser Zeit arbeitete er auch mit Farben und anderen Materialien. Bald widmete er sich voll und ganz dem Malen und Zeichnen, zunehmend nur noch in schwarz-weiß. „Ich glaube nicht, dass es mehr braucht, um wunderbare Kunst zu erzeugen. Mein Vorbild ist der nigerianische Künstler und Aktivist Arinze Stanley Egbengwu. Sein Werk bewundere ich.“  Mit Kohle und Bleistift erstellt Mchomvu ähnlich hyperrealistische Portraits, denen er durch ihre Umgebung oft einen unerwarteten Ausdruck verleiht. Anfangs waren das meistens Auftragsarbeiten.
„Meine Arbeit ist realistisch. Ich mache eigentlich nichts Abstraktes. Ich erschaffe wirklichkeitsgetreue Szenen, deren Flächen ich mit Holzkohle fülle. Ich würde meinen Stil als Kohle-Realismus bezeichnen. Aber ich bin ja noch jung!“
Er nahm teil an der „Art Fever Exhibition“ an Dar’s Universität 2017, an der Tikisa-Ausstellung am gleichen Ort 2018 und war auch beteiligt an der Eas Africa Art Biennale 2017, deren Werke in Dar, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali und Bujumbura ausgestellt wurden und auf der er drei grandiose Kinderportraits verkaufen konnte. 2019 war er einen Monat lang Artist in Residence des Nafasi Art Space in Dar, einer der jüngsten, die es dort bislang gab.

© S. Mchumvu

Stephen Solomon Mchomvu (Mchomvu Artisteve as his artistic name) is a realistic drawing artist born in 1993 in Mwanga, Kilimanjaro region. In 2016 he moved to Dar es Salaam, where he lives in the Kawe district. He has developed his talents and skills through many training courses and workshops. After high school, he had first enrolled in architecture. During this time he also worked with colors and other materials. He soon devoted himself entirely to painting and drawing, soon he used only black and white. “I don’t think you need very much to make art beautiful. My role model is the Nigerian artist and activist Arinze Stanley Egbengwu. I admire his work.” Using charcoal and pencil, Mchomvu creates similarly hyper-realistic portraits, which he often lends an unexpected expression to by their surroundings. In the beginning it was mostly commissioned work.
„My work is realism. I don’t really do anything that is abstract. I do realistic scenes that I create using charcoal. I would describe my style as charcoal realism. But I’m still young!“
He took part in the Art Fever Exhibition at University of Dar es Salaam in 2017, and the Tikisa Exhibition at the same venue in 2018.  Works of him have been published as part of the East Africa Art Biennale Catalogue for 2017 and were on display and sold in Dar, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali and Bujumbura. In 2019 he lived for a month as one of the youngest artist in residence at Nafasi Art Space.

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Yussuf Bayuu

Yussuf Bayuu, Zanzibar Stone Town in the rain season, 80 x 60 cm, acrylic on canvas, sold for 170 $ at his gallery in Zanzibar 2023 © Y. Khamis Yussuf

Yussuf Khamis Yussuf wurde 1973 in Sansibar geboren, wo er bis heute mit Frau und Kindern lebt. Seine Mutter gab ihm den Spitznamen Bayuu, den Namen, den er für seine künstlerische Karriere verwendet. Er begann mit der Kunst, als er ein kleiner Junge war, mit Talent zum Töpfern, Weben, Singen, Zeichnen, Schnitzen, Malen und mehr. „Ich liebe Kunst und glaube daran, dass sich alles um Kunst dreht. Ohne Kunst gibt es keine Welt, kein Leben!“
1989, im Alter von nur 16 Jahren, erhielt er eine erste internationale Goldmedaille bei der „19th International Children Art Exhibition“ in Tansania. Nach der Oberschule absolvierte er einen 2-jährigen Kurs in Malerei, Drucktechnik und Kunstunterricht an der Art and Craft Factory in Sansibar. 2002 besuchte er einen 5-wöchigen Kurs „Einführung in die bildende Kunst“, im selben Jahr nahm er auch an einem Kurs für handgeschöpftes Papiermachen teil.
Bayuu verwendet viele verschiedene Werkstoffe und gibt zuweilen Kunst- und Technikkurse. Er sagt: „Lass deine Kunst für dich sprechen!“ Er nahm an vielen Kunstausstellungen innerhalb und außerhalb Tansanias teil, wie z.B. 2005 an der US Gallery Exhibition, 2007 auf der „Affordable Art Show“ im Golden Tulip Hotel in Dar es Salaam, 2008 in Texas/USA an der Austin Collage Group Exhibition. Bayuu war auf der East Africa Art Biennale 2009 vertreten und auf der Arusha Christmas Fair 2010. Ein Jahr später zeigte er Werke auf der Ausstellung „Tansanias 5 best Artists“ in der Ujamaa Art Gallery in Dar. 2013 hatte er eine Einzelausstellung im Arthur Probsthains African Bookshop and Gallery in London direkt gegenüber des Nationalmuseums. Seine Werke wurden auch beim Jama Festival in Nairobi (2015) und bei einer Einzelausstellung in Blantyre (Malawi, 2017) gezeigt. Zudem ist er ist ein häufiger Gast auf der Zanzibar Tourism Show.
Mehrere seiner Arbeiten werden dauerhaft an verschiedenen Orten ausgestellt, wie z. B. ein großes Gemälde an der Decke der Lobby des Africa House Hotels in Stonetown, weitere im Park Hyatt Zanzibar, im Präsidentenpalast in Dar es Salaam, im Amaryllis Hotel (Blantyre), in der Diani Art Gallery in Mombasa und beim Kuona Art Trust in Nairobi.
Bayuu hat oft auch Aufträge erhalten. Seine Bilder wurden für das Poster und eine Briefmarke für das Internationale Filmfestival der Dhow-Länder im Jahr 2000 und für das Unicef-Poster für die Mutter-und-Kind-Weltwoche, ebenfalls 2000, ausgewählt. Er hat mehrere Preise und Ehrungen für seine Kunstwerke gewonnen.
Seit 2014 betreibt Bayuu seine eigene Galerie, die Bayuu Art Gallery in der Hurumzi Street in Zanzibar Stonetown, von der er hofft, dass sie ihm zu mehr Renommee verhilft. Mehrere seiner Werke wurden an verschiedene Menschen auf der ganzen Welt verkauft. Ein 122 x 86 cm großes Gemälde, das eine Straßenszene in Stonetown zeigt, wurde 2023 für rund 400 € online unter worldartnsoul.com (Neuseeland) angeboten. Ein 80 x 120 cm großes Acrylgemälde wurde 2014 in seiner eigenen Galerie für 350 $ verkauft.

© Y. Khamis Yussuf

Yussuf Khamis Yussuf was born in 1973 in Zanzibar, where he still resides in Stone Town with his wife and children. His mother nicknamed him Bayuu, the name, he uses for his artistic career. He started art when he was a little young boy with the talent on Pottering, Weaving, Singing, Drawing, Carving, Painting and more. “I love art, and I believe in everything is about art ... without art - no world - no life!”
In 1989 at the age of just 16 years he acquired his first International gold medal award from “The 19th International Children Art Exhibition” in Tanzania. Following his secondary education in 1991 he completed a 2 year course in Painting, Printing and Art Lessons at the Art and Craft Factory in Zanzibar.  In 2002 he attended a 5 week course, entitled “Introduction to Visual Art”, in the same year he also participated in a handmade papermaking and paper casting course.
Bayuu uses many mediums and sometimes teaches art and techniques. He says: “Let your art speak on behalf of you!” He participated in several Art Exhibitions, in and out of Tanzania such as at Aga Khan Cultural Centre Art Exhibition in Zanzibar (1999), at the “Zanzibar Film Festival of the Dhow Countries Art Exhibition” (2002), the “Art every day” US Gallery Exhibition 2005, 2007 at the “Affordable Art Show” in the Golden Tulip Hotel at Dar es Salaam, 2008 in Texas/USA at the Austin Collage Group Exhibition. Bayuu was represented at the East Africa Art Biennale 2009 and at the Arusha Christmas Fair in 2010. One year later he displayed works at “Tanzanias 5 best Artist”-Exhibition at the Ujamaa Art Gallery in Dar. He got a solo exhibition at Arthur Probsthains, African Bookshop and Gallery in  London in 2013. His works were also shown at the Jama festival in Nairobi (2015) and at a solo exhibition in Blantyre (Malawi, 2017). He is a frequent guest on Zanzibar Tourism Show too.
Several pieces of his work are permanently displayed at different places such as a big painting on ceiling in the lobby of Africa House Hotel in Stonetown, more at the Park Hyatt Zanzibar, at Tanzania State House in Dar, at Amaryllis Hotel (Blantyre), Diani Art Gallery in Mombasa and at the Kuona Art Trust in Nairobi.
He has received several commissions. His paintings were selected for the International Film Festival of the Dhow Countries Poster (2000) and for the Unicef Poster for Mother and Child World Week (2000). He has also won several awards and honors for his artwork.
Since 2014 Bayuu runs his own gallery, Bayuu Art Gallery at Hurumzi street in Zanzibar Stonetown, through which he hopes that it will make his talent more recognized. Several of his works have been sold to different people all over the world. A 122 x 86 cm painting, showing a stonetown street scene, in 2023 was offered for  €400 online at worldartnsoul.com (New Zealand). An 80 x 120 cm acrylic painting was offered by his own gallery for $350 in 2014.

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Suleiman Binda

Binda, Dining, 2021, Acryl auf Leinwand, 138 x 150 cm, 2022 auf onebid.pl für 857 € angeboten © Suleiman Rashid

Suleiman Rashid, bekannt als Binda, wurde 1979 auf Pemba geboren, der neben Unguja zweiten Insel des halbautonomen tansanischen Teilstaats Zanzibar. Die Insel ist bekannt für ihre widerspenstigen Politiker und riesige Nelken-Plantagen, begründet auf ausufernder Sklavenarbeit.
Binda ist ein autodidaktischer Künstler, der viele Kurse und Workshops besucht hat. Er arbeitet hauptsächlich mit Acrylfarben und hat auch viele Wandgemälde gestaltet. Bindas Werke sind aufgrund ihrer ideologischen Bedeutung faszinierend, die sich am deutlichsten in seinem Stil manifestiert, den er Roundonismus nennt und dessen Markenzeichen Spiralen sind. Ein Stil, der sich auf die Bedeutung konzentriert, die dem Kreislauf des Lebens innewohnt.
1998 nahm er an der ersten Gruppenausstellung des Zanzibar International Film Festivals teil. Seitdem ist er dort regelmäßig zu sehen, später auch in Spanien und den Niederlanden. Binda war beteiligt an der letzten großen East African Art Biennale 2017/18 und hatte 2022 eine Soloausstellung im polnischen Stettin mit rund 20 Werken. Seit deren Gründung 2017 engagiert er sich auch für die CAGZ Art Gallery in Stonetowns Hafengebiet Malindi, die erste Galerie Sansibars, die ausschließlich von jungen Sansibaris geführt wird.
„Seine Bilder spiegeln die Energie wider, die wir in unserer Umgebung erfahren (Katalog ZIFF 2008). Besonders motiviert ihn die Idee, einen neuen Malstil zu erschaffen.
Ein 150 x 138 cm großes Werk von ihm wurde 2022 auf der Internetplattform onebid.pl für 850 € angeboten, die Warschauer Galerie Xanadu schätzte den Preis eines ähnlichen Werks auf 900 – 1000 €.

© Suleiman Rashid

Suleiman Rashid, known as Binda, was born in 1979 on Pemba, the second island after Unguja in the semi-autonomous Tanzanian state of Zanzibar. The island is known for its unruly politicians and huge clove plantations, historically based on extensive slave labor. Binda is a self-taught artist who participated in many courses and trainings.
Binda creates works mainly with acrylics. He also has painted many murals. Binda’s works are intriguing due to their ideological meaning, which is most fully manifested in a style he calls Roundonism with spirals as ist hallmark. The style focuses on the meaning inherent in the cycle of life.
In 1998 and regularly thereafter, he took part in the group art exhibition at the Zanzibar International Film Festival (ZIFF). The festival started in 1998 and often shows local artists working in media other than film. He has participated workshops on pigment-making (2000), as well as on art theory and history (2002). Binda’s works have featured in group exhibitions at the Stone Town Cultural Centre and Serena Hotel) in Zanzibar. He was involved in the last major East African Art Biennale in 2017/18 and had a solo exhibition in Szczecin, Poland, in 2022 with around 20 works. His works have also been shown abroad in Spain and the Netherlands. Since its founding in 2017, he has also been involved with the CAGZ Art Gallery in Stonetown's Malindi waterfront, the first gallery in Zanzibar to be run exclusively by young Zanzibaris.
“His paintings reflect energy we experience in our environment”, according to the authors of the 2008 ZIFF catalogue. The artist’s motivation is to improve his art and create a new style of painting.
A 150 x 138 cm work by him was offered on the internet platform onebid.pl in 2022 for €850, the Warsaw gallery Xanadu estimated the price of a similar work at €900 – €1000.

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Evarist Chikawe

Evarist Chikawe, Appointment, o.J., 80 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 1.100 $ in der Rangi Gallery, Dar 2023 © E.Chikawe

Evarist Fabian Chikawe kam 1974 in Dodoma zur Welt, genau in dem Jahr, in dem der Ort zu Tansanias Hauptstadt erklärt wurde. Er lebt und arbeitet in Dar es Salaam. Er engagiert sich aktiv für die Künstlergemeinde und ist seit 2017 Projekt-Koordinator der Vijana Vipaji Foundation, die Kunstförderung und eine Galerie im Dar es Salaamer Stadtteil Oysterbay betreibt.
Chikawe interessiert sich leidenschaftlich für kulturelle Hintergründe. Seine Arbeit bezieht sich häufig auf zyklische Aktivitäten wie in Erntezeiten und Geschichten aus dem Dorfleben, wie sie von den Ältesten erzählt werden.
„Meine Bilder identifizieren die Kultur und Tradition Tansanias. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit figurativen Zeichnungen von Menschen, weil ich glaube, dass Menschen mein Leben prägen. Figuren machen es den Leuten leicht, meine Themen zu verstehen. Inspiriert bin ich von den farbenfrohen Menschen aus Tansania, die sich besonders in den Gewändern der Frauen widerspiegeln.
Kreativität schöpfe ich aus der tiefsten Seele meines Geistes. Im Leben dreht sich alles um Veränderung, Kunst wächst, Kunst kennt keine Grenzen. Ich mache Kunst für mich und teile sie mit der Öffentlichkeit, weil ich glaube, dass Kunst ein wirksames Medium ist, um Frieden zu lehren, Kultur zu bewahren, Menschen zu bilden und Gefühle auszudrücken.“
Heute zählt er zu den bekanntesten Künstlern Tansanias, der in der Zentrale der Bank of Tanzania ebenso dauerhaft ausgestellt wird wie im Präsidentenpalast. Seine erste Ausstellung hatte er mit 23 Jahren. Chikawe war artist in residence in Venedig und Kampala. Zuletzt präsentierte er seine Werke überwiegend in Gruppenausstellungen, 2022 z.B. in der Rangi Gallery in Dar. Seit Jahren ist er immer wieder in verschiedenen europäischen Botschaften zu sehen, auch in der Kanadas und der USA sowie in der Alliance Française und dem Goethe Institut. Werke Chikawes waren 2019 bei der Stir it up!-Ausstellung der Elsa-Galerie in Bielefeld, zuvor auch in Braunschweig und München-Riemerling vertreten, wo die Ergebnisse aus einem Kurs bei Norbert Bisky an der Salzburger Sommerakademie präsentiert wurden. 2017 waren seine Arbeiten im vom BBK betriebenen Osnabrücker Kunst-Quartier zu sehen, 2023 im Bellevue in Bad Orb. Chikawes Werke konnte man auch schon in Nizza, Salzburg, Venedig, Washingtion DC, New Delhi, Venedig, Tampere, Kopenhagen, auf den Lofoten, in Irkutsk, Amsterdam, Kampala und Nairobi bewundern. 2024 war er beteiligt an der Gruppenausstellung "Different Art Different Audience" in Stone Town wie an der Ausstellung "ungana//connect" des Bayreuther Start Ups Asante Sanaa in Köln.
Versteigert werden seine Werke gelegentlich auf artauctioneastafrica.com der Circle Art Gallery aus Nairobi, wo schon 2013 A4-Holzschnitt-Drucke in Kleinstauflage für 900 $ aufgerufen wurden. Kleinere seiner Gemälde (60 x 40 cm) kosteten 2023 im Arusha Heritage Centre zwischen 300 und 600 $. Chikawes Werke werden auch vom Startup Asante Sanaa vertrieben, dessen frühe Preise aus unserer Sicht seine künstlerische Position nicht widerspiegelten (60 x 80 cm für 425 €/2023), die aber mittlerweile deutlich angezogen haben (50 x 40 cm für 600 €). Gleichwertige Arbeiten bietet die Rangi Gallery in Dar für 900 bis 1.100 $ an, größere liegen dort deutlich über 1.500 €.

© Rangi Gallery

Evarist Fabian Chikawe was born 1974 in Dodoma, in the same year, when this town became the capital of Tanzania. He works and lives in Dar es Salaam. Chikawe is an established artist and an active member of the arts community. Since 2017, he has been the project coordinator of the Vijana Vipaji Foundation, which run an arts fund and gallery in Dar es Salaam's Oysterbay district.
He is passionate about his cultural background and his work frequently depicts cyclical activities such as harvest times and stories of village life as related by the elders.
“My paintings identify the culture and tradition of Tanzania.
I mostly deal with figurative drawings of people because I believe that people shape my life. Characters make it easy for people to understand my themes. I am inspired by the colorful people from Tanzania, which are particularly reflected in the women's robes.
I draw my creativity from the deepest soul of my mind. Life is all about change, art grows, art knows no limits. I make art for myself and share it with the public because I believe art is an effective medium to teach peace, preserve culture, educate people and express feelings.“
Today he is one of the most well-known artists in Tanzania, who is exhibited in the headquarters of the Bank of Tanzania as well as in Mama Samias state house. He had his first exhibition at the age of 23. Most recently, he presented his works mainly in group exhibitions, e.g. in 2022 at the Rangi Gallery in Dar, in the "Different Art Different Audience" showcase in Stone Town, Zanzibar, and the "Ungana connect Art Exhibition" in Cologne, Germany.
His solo exhibitions, including retrospectives and showcases at prestigious institutions like the Goethe Institute in Dar es Salaam, reflect his ability to command attention with his unique style and thematic depth. From Talisman Restaurant in Nairobi to the UN Recreation Center, his solo exhibitions have left an indelible mark on audiences across East Africa.
For years he has been seen in various European embassies, also in those of Canada and the USA, as well as in the Alliance Francaise and the Goethe Institute. Works by Chikawe were represented at the 2019 Stir it up! exhibition at the Elsa Gallery in Bielefeld, previously also in Braunschweig and Munich-Riemerling, where the results of the participants of Norbert Bisky's workshop at Salzburg International Summer Academy were presented. In 2017 his works could also be seen in the Kunst-Quartier in Osnabrück operated by the BBK (German Association of Visual Artists). Chikawe's works have been admired in Nice, Salzburg, New Delhi, Venice, Tampere, Copenhagen, Lofoten, Irkutsk, Amsterdam, Kampala and Nairobi. Years ago, Chikawe was also an artist in residence in Venice and Kampala. In 2024 he participated with the German start-up Asante Sanaa at their "ungana//connect" exhibition in Cologne.

His works were sometimes offered at artauctioneastafrica.com of the Circle Art Gallery in Nairobi, where as early as 2013 A4-woodcut prints were called for $900. Smaller paintings (60 x 40 cm) cost between $300 and $600 at the Arusha Heritage Center in 2023. Chikawe's works are also occasionally distributed by Asante Sanaa, whose initial prices, in our view, did not reflect his artistic position (60 x 80 cm for €425 in 2023). Meanwhile they have increased their prices. The Rangi Gallery in Dar sells works of similar quality for between $900 and $1,100, with larger ones costing over €1,500.

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Haji Chilonga

Haji Chilonga, On red dress, o.J., Acryl auf Leinwand, 115 x 78 cm, $2.000 at Rangi Gallery, Dar es Salaam, 2023 © H.Chilonga

Haji Mussa Chilonga wurde 1969 in Mtwara nahe der Südgrenze Tansanias zu Mosambik in einer Familie von Schmieden und Töpfern geboren. Er lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Dar. Nachdem er erkannt hatte, dass Kunst anders als Sport ein lebenslang reifendes Handwerk ist, startete er Anfang der 1990er Jahre seine Karriere als Werbeschilder- und Porträtmaler. In frühen Zeiten bewunderte er den Tiermaler David Shepard. Darauf konzentrierte er sich anfangs ebenfalls. Doch er war ambitioniert genug, um sich damit nicht zufriedenzugeben. Er wollte seinen eigenen Stil finden, mit dem er sich identifizieren konnte. Daraus entstand seine abstrakte Arbeit mit Stillleben und abstrakten Kompositionen, die das tägliche Leben skizzieren.
„Chilongas ausdrucksstarker Stil kann als obskur beschrieben werden. Die Art und Weise, wie er seine Motive darstellt, reduziert seine Motive auf ihre grundlegendsten Formen. Dahinter steht der Versuch, das zu mystifizieren, was sonst weithin erkennbar ist.“ (Rangi Gallery) Sein unverwechselbarer Stil inspirierte auch den jüngeren und heute sehr erfolgreichen Maler Thobias Minzi. Auch für andere aufstrebende tansanische Künstler:innen wie z.B. Happy Robert wurde er zum Mentor.
Chilonga verstand die Bedeutung des kontinuierlichen Lernens und die Bedeutung stetiger Praxis. Seine künstlerische Ausbildung erfuhr er in Dar es Salaam und an der Internationalen Sommerakademie Salzburg (2007, 2014). Er ist ein kollaborativer Künstler, der an vielen internationalen Workshops teilgenommen hat und in den letzten Jahren auf fast zwanzig Einzelausstellungen zurückblickt, unter anderem in der Banana Hill Art Gallery in Nairobi und in Galerien in Dar und Arusha. Chilonga nahm auch an vielen Gruppenausstellungen in Tansania, Kenia, Uganda, Ruanda, Südafrika, Sambia, der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Österreich, den Vereinigten Staaten, Kanada und Deutschland teil, 2022 z.B. beim Afrika-Festival in Tübingen. 2023 waren Werke von ihm auch in der GLS Bank Bochum ausgestellt. Den bisherigen Höhepunkt seiner Ausstellungskarriere stellt die Beteiligung an der 60. Kunstbiennale in Vendig dar, auf der er vom 20. April 2024 bis zum 24. November gemeinsam mit Happy Robert und dem Tingatinga-Künstler Lutengano Mwakisopile (Lute) den ersten tansanischen Pavillon bestückt, den es jemals auf dieser weltweit ältesten und wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst gab (vgl. "Topics").
Bekannt für die Bandbreite seiner Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet. Einige seiner Werke sind seit 2004 dauerhaft im Präsidentenpalast ausgestellt. So erfolgreich Chilonga auch ist, er hat immer noch Träume. Er hofft, dass seine Arbeit eines Tages über den afrikanischen Kontinent hinaus bekannt und in Büchern und Filmen zu sehen sein wird.
„Die Kunst zu nutzen, um mich selbst auszudrücken, macht mich glücklich; es ist wie Nahrung für meine Seele. Kunst ist Leben. Ohne Kunst gibt es kein Geheimnis, dass die Welt nicht so wäre, wie sie ist. Kunst ist in allen Lebensbereichen gefragt.“
Große Werke Chilongas werden heute recht hoch gehandelt. Die Rangi Gallery in Dar bot 2023 eines seiner Bilder  (170 x 150 cm) für 4.000 $ an, kleinere Formate (110 x 110 / 80 x 80 cm)  für 1.700 €. Ähnliche Preise rief die benachbarte Slipway Heritage Gallery auf, während im meist eher als Preistreiber fungierenden Arusha Heritage Centre der hohe Wert noch nicht ganz angekommen war. Das Bayreuther Social Startup Asante Sanaa markiert den unteren Preisrahmen. Dort ließ sich 2022 ein 80 x 60 cm großes Acrylbild von Chilonga, das in ähnlicher Qualität in Dar für 1.100 € gehandelt wurde, für 525 € erwerben, ein 75 x 74 cm großes für knapp 400 €. MIttlerweile haben die Preise deutlich angezogen. Ein 99 x 70 cm großes Werk kostet in Bayreuth 2024 850 €.

© H.Chilonga

Haji Mussa Chilonga was born in 1969 in Mtwara close to Mozambique, into a family of blacksmiths and potters. Since decades he lives and works in Dar. After realising, that art instead of sports is a craft that matures with lifetime, with the beginning of the 1990th he started his career as a commercial signage and portrait painter. In early times Chilonga admired David Shepard, a wildlife painter so his journey started off focusing on wildlife painting. Ambitious as Chilonga was, he was not satisfied and wanted to find his own style that he could identify with. Eventually he found his signature in abstract work. Since he has moved on to still life and abstract compositions which show daily life. „Chilonga’s expressive style can be best described as obscure, due to the manner in which he depicts his subjects, that he thereby reduces his subjects into their most basic shapes in an attempt to mystify what is otherwise widely recognizable.“ (Rangi Gallery) His distinct style inspired the younger and today really successful painter Thobias Minzi. He also became a mentor for other up-and-coming Tanzanian artists such as Happy Robert.
Furthermore, he understood the importance of continuous learning and remembered the importance of practice. He underwent artistic training in Dar es Salaam and at the Salzburg International Summer Academy, Austria (2007, 2014). He is a collaborative artist who has participated in many international workshops and has a lot of solo exhibitions under his belt, among others at the Banana Hill Art Gallery in Nairobi and galleries in Dar and Arusha. Haji Chilonga participated also in many group exhibitions in Tanzania, Kenya, Uganda, Rwanda, South Africa, Zambia, Switzerland, Germany, Sweden, the United kingdom, Austria, the United States and Canada. The highlight of his exhibition career so far is his participation in the 60th Art Biennale in Venice, where he will equip the first Tanzanian pavilion together with Happy Robert and the Tingatinga artist Lutengano Mwakisopile (Lute) from April 20, 2024 to November 24. It's the first time that Tanzanian artists take place at this world's oldest and most important exhibition of contemporary art (see "Topics").
Known for the wide range of his works, he has received several awards. Some of his works have been permanently displayed at Tanzania State House since 2004. As successful as Chilonga is, he still has dreams. He hopes that someday his work would be prominent and popular beyond the African continent, featured in books and movies.
„Using art to fully express myself is what makes me happy; it is like food for my soul. Art is life. Without art, there is no secret that the world would not be as it is. Art is required in every aspect of life.“
Large works of Chilonga are traded quite highly today. In 2023, the Rangi Gallery in Dar offered one of his paintings (170 x 150 cm) for $4,000, smaller formats (110 x 110 / 80 x 80 cm) for €1,700. The neighboring Slipway Heritage Gallery called similar prices, while the high value had not quite arrived at the Arusha Heritage Centre, which usually acts as a price-raiser. The Bayreuth social start-up Asante Sanaa marked the lower price range. In 2022, an 80 x 60 cm acrylic painting by Chilonga, which was sold in Dar for €1,100 in a similar quality, could be purchased here for €525.

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Fred Halla

Fred Halla, Meal time, Acryl auf Leinwand, 2005, ca. 100 x 120 cm © F. Halla

Fred Halla wurde 1975 in Songea geboren. Er wuchs in Dar es Salaam auf, wo er früh Kontakt zu Künstlern hatte, von denen er sich viele Techniken abguckte. Nach der Schule begann er, Cartoons und Karikaturen zu zeichnen. Die erste Veröffentlichung gelang ihm 1995 in einer Zeitung, später bediente er viele weitere private Tageszeitungen und Magazine mit seinen Bildern. Von 2002 bis 2005 absolvierte er ein Bachelor-Studium an der Kunst-Fakultät der Universität Dar es Salaam. Seitdem arbeitet er als freischaffender Künstler, Kunstlehrer, Illustrator und Verantwortlicher für Kulturprojekte wie Workshops, Ausstellungen und Residenzprogramme. Seit 2007 betreibt er in einer Ladenzeile des Stadtteils Luisi die Urithi Arts Academy (urithi = Erbe). Er sagt von sich selbst, er lebe als Kunstlehrer, da bleibe ihm zu wenig Zeit zum künstlerischen Arbeiten.
Seine Themen sind meist von der Natur oder vom Alltagsleben inspiriert. Es reizt ihn, soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Debatten anzuregen. Seit Ende des letzten Jahrtausends ist Halla auf Gruppenausstellungen vertreten, z.B. im russischen Kulturzentrum oder der finnischen Botschaft. Gezeigt wird er u.a. auch im Nationalmuseum. 2015 nahm er an der Kunstausstellung der Uni Dar teil. 2017/18 wurden Werke von ihm auf der East African Art Biennale ausgestellt. Fred Halle hat so manchen Preis gewonnen, z.B. beim Don Bosco Malwettbewerb, bei Wettbewerb des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und bei einem Jugendfestival in Uganda.

© F. Halla

Fred Halla was born in 1975 in Songea. He grew up in Dar es Salaam, where he had early contact with artists who taught him many techniques. After school he started drawing cartoons and caricatures. He was first published in a newspaper in 1995, later he served many other private daily newspapers and magazines with his pictures. From 2002 to 2005 he completed a bachelor's degree at the Art Faculty of the University of Dar es Salaam. Since then he has worked as a freelance artist, art teacher, illustrator and coordinator of various art events like workshops, exhibitions, art residencies, art talks and more. He noticed: „I live and work as an art teacher who doesn’t have enough time to produce my personal artistic works rather than instructing.“
Most of his themes are inpired by nature and everyday life in rural and urban. He likes to communicate on issues concerning social, economical, political and cultural. Halla’s painting has been exhibited at the National Museum of Tanzania, and the Russian Cultural Center and the Finish Embassy in Dar es Salaam, among other places. In 2015 he participated in the University of Dar Art Exhibition at Nkrumah Hall. 2017/18 his works were exhibited at the East African Art Biennial. He has won prizes for his artwork in the Don Bosco drawing and painting competitions in 1995 and 1996 and in the UNFPA Painting Competition and the Youth Festival, Uganda.

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Happy Robert

Happy Robert, Mother, 2021, 148 x 148 cm, Acryl on Canvas, offered in 2023 for $2.260 by Rangi Gallery © H. Robert

Happy Frank Robert, die in Dar es Salaam lebt und arbeitet, wurde 1989 in Songea im südlichen Teil Tansanias geboren. Interesse an Kunst zeigte sie schon früh, indem sie mit Perlen spielte und zeichnete. Sie sagt: „Kunst ist die Lösung und das Heilmittel, sie ist Therapie.“
Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, die weibliche Form und deren Essenz einzufangen und Gefühle und ihren Stolz auszudrücken. Happy hat sich im Stillen einen Namen gemacht und ihre künstlerischen Fähigkeiten und Erfahrungen unter der Anleitung ihres tansanischen Künstlerkollegen Haji Chilonga weiterentwickelt. Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und künstlerische Inspiration erlernte sie auch im Kontakt mit anderen lokalen Künstlern wie Evarist Chikawe, Cuthbert Semgoja oder Kaija.
Sie hat an Workshops und Schulungen teilgenommen, die von Kunst- und Kulturinstitutionen in Dar es Salaam organisiert wurden. Sie ist stolz und glücklich, in diesem von Männern dominierten Bereich mit männlichen Künstlern zusammenzuarbeiten und in deren Ateliers eine Reihe von Werken zu produzieren. Heute wird sie nicht nur von der Rangi Gallery als „eine aufstrebende Künstlerin, die man im Auge behalten sollte“ eingestuft.
Bei den meisten ihrer Werke handelt es sich um Gemälde, in denen Frauen ihre Gefühle, Emotionen und ihren Stolz zum Ausdruck bringen. Wie die Rangi Gallery schrieb: „Die expressionistischen Porträts von Happy Roberts zeigen oft ganz normale Frauen und vermitteln ein tiefes Gefühl der Emotionalität, da sie oft in einem Zustand der Klage, Kontemplation oder Hochstimmung dargestellt werden, was sich in ihren Gesten und Haltungen ausdrückt. In ihren Arbeiten kommen oft leuchtende Farben und kräftige Pinselstriche vor, die die Gefühlsgeladenheit der Porträts steigern und gleichzeitig eine schmeichelhafte Darstellung des Motivs schaffen.“ 2020 nannte die Wochenzeitung „The East African“ ihren Stil einmal „eine Art lockeren Realismus oder verwässerten Impressionismus“, ihre Porträts seien „abwechselnd direkt, charmant und skurril“.
Happys Werke wurden bereits in Dar es Salaam, Sansibar, Arusha, Nairobi und auch in Europa sowohl in Gruppenausstellungen als auch in Einzelausstellungen gezeigt. Ein erster Höhepunkt ihrer Karriere war 2019 ihre erste Einzelausstellung in der Banana Hill Gallery in Nairobi, am gleichen Ort bestritt sie ein Jahr später zusammen mit Haji Chilonga und Abubakary Chikoyo eine viel beachtete Gruppenausstellung. Ebenfalls im Jahr 2019 wurde sie zur Teilnahme an der Affordable Art Show der Kenya Museum Society (der „größten Kunstausstellung in Ostafrika“) eingeladen, wo nur 10% aller angebotenen Werke von Frauen stammten. Darüber hinaus gehörte Happy 2019 zu den Moderatoren des von der Schweizer Botschaft gesponserten Projekts „My Trash My Treasure“, bei dem die Botschaft 80.000 $ an fünf lokale Organisationen und Gruppen auslobte, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Umweltbewusstsein in verschiedenen Regionen Tansanias durch die Künste zu fördern. Die nächste hochrangige Gruppenausstellung folgte 2020 in der Residenz des belgischen Botschafters in Dar, wo sie zusammen mit Hedwiga Tairo, Jennifer Msekwa, Poni Yengi, Reena Davis und Jasmin Bakar und anderen im von der Rangi Gallery kuratierten „Women in Art – Showcase“ ausstellte. 2021 und auch 2022 arbeitete sie einige Wochen als Artist in Residence auf Gibb's Farm in der Ngorongoro Conservation Area. Letztes Jahr nahm sie auch an Gruppenausstellungen in Kisumu (Kenia) und im Hamu-Restaurant in Dar teil. 2023 waren Werke von Happy Robert auf einer Ausstellung zugunsten des Nairobi-Nationalparks in Nairobi zu sehen. Den Höhepunkt ihrer Ausstellungskarriere stellt Roberts Beteiligung an der 60. Kunstbiennale in Venedig dar, auf der sie vom 20. April bis zum 24. November 2024 gemeinsam mit Haji Chilonga und dem Tingatinga-Künstler Lutengano Mwakisopile (Lute) den ersten tansanischen Pavillon bestückt, den es jemals auf dieser weltweit ältesten und wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst gab (vgl. "Topics").
Zu den Sammlern ihrer Kunst zählen die Fairmont Hotels & Resorts, außerdem wird sie regelmäßig im Wild Flour Café in Dar's Oysterbay ausgestellt und verkauft. Das Social Startup Asante Sanaa bot 2023 ein älteres, heute für ihr Werk untypische Löwenportrait mit den Maßen 64 x 64 cm für 190 € an, ein anderes, noch etwas kleineres Portrait für 215 €. Aktuelle Kunstwerke von Happy Robert kosten je nach Größe und Motiv zwischen 300 und 2.500 Euro. Im Jahr 2023 verkaufte die Rangi Gallery ein 80 x 60 cm messendes Gemälde für 650 $, gleichzeitig wurde dort ein großes Werk (170 x 120 cm) für 2.700 $ angeboten. Die Photizo Art Gallery aus Nairobi verkaufte 2022 ein 95 x 120 cm großes Gemälde von ihr für 1.200 $, ein 55 x 65 cm großes Gemälde wurde für 300 $ angeboten.

© Happy Robert

Happy Frank Robert who lives and works in Dar es Salaam was born in 1989 in Songea, in the southern part of Tanzania. Her interest in art began early in her life by working with beads and creating drawings. She says: „Art is the solution and the remedy, it is therapy.”
Her work focuses on capturing the female form and essence, expressing their feelings and pride. Happy has quietly build up her name developing her art skills and experience under the mentorship of fellow Tanzanian artist Haji Mussa Chilonga. She nurtured her skills, knowledge, experience and art inspiration also from other local artists such as Evarist Chikawe, Cuthbert Semgoja or Kaija.
She has attended workshops and training organized by art and cultural institutions in Dar es Salaam. She feels proud and happy to work in this male dominated field with male artists when producing body of works in their studios. Today she is classified not allone by Rangi Gallery as „an emerging artist hailed as one to watch“.
Most of her works are paintings largely focused on females expressing their feelings, emotions and pride. As Rangi Gallery wrote: „Often depicting ordinary women, Happy Roberts’s expressionistic portraits convey a deep sense of emotionality within her subjects as they are often shown in a state of lamentation, contemplation and elation, as expressed through their gestures/posture. Her work often employs the use of vibrant colors and bold gestural brush strokes that in effect heighten the emotionality of the portraits whilst also creating a flattering representation of the subject.“ In 2020 the "East African" called her style „a sort of loose realism, or a watered down impressionism“, her "portraits are by turns direct, charming and whimsical".
Happy’s works have been showcased in Dar es Salaam, Zanzibar, Arusha, Nairobi and also in Europe through both group exhibitions and solo exhibitions. One of her highlights was her first solo exhibition in 2019 at Banana Hill art gallery in Nairobi, the same venue where she exhibited one year later together with Haji Chilonga and Abubakary Chikoyo. Also in 2019 she was invited to participate at Kenya Museum Society’s Affordable Art Show (the ‘biggest art show in East Africa’), where only 10% of all works offered were created by female artists. Furthermore, in 2019 Happy was among the facilitators from the 14+ Artists group during the „My Trash My Treasure“ project sponsored by the Swiss embassy where the embassy donated 80.000 $ to five local organisations and groups aiming at encouraging environmental consciousness through the arts in various regions of Tanzania. The next high ranked group exhibition followed in 2020 at the residence of the Belgian Embassador in Tanzania, where she exhibited at the „Women in Art – Showcase“ curated by Rangi Gallery together with Hedwiga Tairo, Jennifer Msekwa, Poni Yengi, Reena Davis and Jasmin Bakar and others. In 2021, even in 2022 she worked for some weeks as artist in residence at Gibb's Farm (Ngorongoro Conservation Area). Last year she also participated with group exhibitions in Kisumu (Kenya) and at the Hamu Restaurant in Dar. In 2023 she participated at an exhibition for the benefit of Nairobi National Park in Nairobi. The highlight of her exhibition career so far is her participation in the 60th Art Biennale in Venice, where she will equip the first Tanzanian pavilion together with Haji Chilonga and the Tingatinga artist Lutengano Mwakisopile (Lute) from April 20, 2024 to November 24. It's the first time for Tanzanian artists to show their works at this world's oldest and most important exhibition of contemporary art (see "Topics").
Among the collectors of her art are the Fairmont Hotels & Resorts, she is also regularly exhibited and sold at the Wild Flour café in Dar's Oysterbay. In 2023, the social start-up Asante Sanaa offered an older lion portrait measuring 64 x 64 cm for €190. Current artworks by Happy Robert range between €300 and €2500, depending on the size and motives. In 2023 Rangi Gallery sold a 80 x 60 cm painting for $650, at the same time it offered a big one (170 x 120 cm) for $2700. The Photizo Art Gallery from Nairobi in 2022 sold a 95 x 120 cm painting $1.200, a 55 x 65 cm big one was offered for $300.

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Jamal Mohamed

Jamal, Vuga Sea Front, Acryl on Canvas, 2018, 80 x 60 cm (East African Art Biennale, 207/18) © J.A. Mohamed

Jamal Ali Mohammed wurde 1983 in Sansibar geboren und wuchs dort auf. Sein künstlerisches Talent begann sich seit seiner Kindheit zu entwickeln. 2002 schrieb er sich am Kunstinstitut Sansibars ein, um eine grundlegende Kunstausbildung zu absolvieren, die er ein Jahr später abschloss. Danach belegte er nochmals einen vom Aga Khan Cultural Trust gesponserten Kurzkurs für Bildende Kunst unter einem Dozenten der Universität of Arkansas (USA). Seitdem hat er weitere Workshops besucht, um seine künstlerischen Fähigkeiten und Qualifikationen zu verbessern.
Jamal ist ein zeitgenössischer Maler, der verschiedene Medien und Kunstformen verwendet, darunter Wasserfarbe und Acryl. Seine Kunstwerke sind in verschiedenen Sammlungen und Unternehmen überall auf den Inseln Sansibars zu finden. Die farbenfrohen Kunstwerke verführen den Betrachter in eine spielerische Atmosphäre der Erkundung und Fantasie. Jamal ist ein kreativer bildender Künstler, der nicht nur die Kunst liebt, sondern Menschen inspirieren und aufklären möchte. Er ist gern in der Öffentlichkeit, um Menschen in Not zu unterstützen, marginalisierte Gruppen wie Menschen mit Behinderungen und Waisen. Seine Kunst spiegelt auch sein Interesse an Reisen und der Kultur wider. Er träumt davon, ein berühmter internationaler Künstler zu werden, der rund um den Globus reist und Ausbildungszentren für Künstler betreibt.
Jamal hat seine Kunstwerke in zahlreichen Ausstellungen innerhalb und außerhalb Sansibars präsentiert, darunter auf der East Africa Art Biennale (2017) in Dar es Salaam, Arusha, Nairobi, Kigali und Bujumbura, auf der Zanzibar Tourism Show im Verde Hotel 2019, bei Emerson‘s Zanzibar Exhibitions (2. Platz 2021), auf Zanzibar‘s Cultural Festival wie auf dem International Film Festival (ZIFF).

© J.A. Mohamed

Jamal Ali Mohammed was born and raised in Zanzibar in 1983. His artistic skills started to develop since his childhood. He enrolled at the Nyumba ya sanaa (Institute of Art) in Zanzibar to undertake basic fine Art education in 2002 where he graduated in 2003. Yet, he attended in an abridged course for Visual Art sponsored by Aga Khan Cultural services under an instructor from the University
of Arkansas (USA) held in Zanzibar in 2002. Since then, he has participated in various workshops to improve his artistic skills and qualification.
Jamal is a contemporary painter using different mediums and art forms which include water colour and acrylic. His artworks are found in various collections and businesses throughout Zanzibar. His colourful artworks keep the viewer in a playful atmosphere of exploration and imagination. Jamal is a creative visual artist who not only loves to inspire individuals and the public through his art but also he loves to educate others and support the people in need including those marginalised groups such as people with disability and orphans His art also reflects his interest in travel and culture. He dreams of becoming a famous international visual artist, who travels across the globe and operates centres for artists’ education and practice.
Jamal has showcased his artworks in many exhibitions conducted in and outside Zanzibar which include East Africa Art Biennale (2017), Zanzibar Tourism show (Verde Hotel 2019), Emerson Zanzibar Exhibitions (2nd runner up 2021), Zanzibar Cultural Festival, Zanzibar International Film Festival (ZIFF).

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Mihayo Kallaye

Mihayo Kallaye, What If, 145cm × 100cm, Mixed media, 2020, offered by Circle Art Gallery, Nairobi, for 2.800 $ in 2021 © Mihayo Kallaye

Mihayo, Jahrgang 1996, wuchs auf in den Straßen Dar es Salaams, in denen er bis heute lebt. Er ist Umweltaktivist und arbeitet als Maler mit verschiedenen Materialien. Nach seinem Bachelor in Umweltwissenschaften und -management belegte er einen Einjahreskurs zur zeitgenössischen Kunst im Nafasi Art Space. Er definiert sich selbst als „Climate Changer“ und holt sich seine Anstöße aus dem Alltag mit all seinen Umweltproblemen, die einer Lösung bedürfen. Mihayo setzt auf partizipatorische Forschung und lässt sich gern Geschichten erzählen, die er dann in seine Werke einbaut. So bietet sein kreativer Prozess der nicht-künstlerischen Gesellschaft Raum, um an der zeitgenössischen Kunstwelt teilzuhaben. Indem er seine Ideen konzeptionalisiert, gelingt es ihm Erfahrungen auszudrücken und Gespräche anzuregen, die seine Gesellschaft bewegen.
Durch seine Kunst versucht er, seine Position in der Gesellschaft neu zu definieren. Seine kreative Praxis wird beeinflusst von seinem wissenschaftlichen Hintergrund, seinen Überzeugungen und seinem Wissen. Verwurzelt in Forschung und Experimenten schafft er Werke, die sich mit Ideen der ökologischen Nachhaltigkeit und der postkolonialen Situation in Afrika befassen. Materialität ist dabei ein wichtiges Element, da er glaubt, dass sie etwas über die untersuchte und dargestellte Idee aussagt. Er erschafft figurative, farbstarke Gemälde, deren Formen von der Schnitzkunst der Makonde inspiriert sind. Seine Texturen ergänzt er zuweilen durch Plastikreste, um die taktilen Aspekte zu verstärken. Seine Arbeiten versuchen kulturelle Schönheit festzuhalten und gleichzeitig eine gesellschaftliche Botschaft zu vermitteln.
Mihayo hat an vielen Gemeinschaftsausstellungen teilgenommen, u.a. an der East African Biennale 2019, in der Circle Art Gallery in Nairobi 2021. Mihayo wurde 2020 auch im Nationalmuseum in Dar es Salaam und 2022 in Deutschland bei einer Gruppenausstellung in Barmstedt ausgestellt. 2021/22 war er Artist in Residence im Livingstone Office for Contemporary Art (LoCA) in Zambia, im gleichen Jahr auch unter den Finalisten des weltweit agierenden Centre of Contemporaray Artist Projects aus Rom und Barcelona (cocaproject.art).
Mihayos Werke sind aufgrund ihrer besonderen Ästhetik unverwechselbar und oft Liebhaber- und Museumsstücke. Ein mittlerweile zurückgezogenes 80 x 60 cm großes Ölgemälde von 2020 wurde auf der kalifonischen Online-Plattform saatchiart.com 2023 für 456 $ angeboten, größere Werke (185 x 114 cm, 174 x 132 cm) für 2.100 $. Die Circle Art Gallery in  Nairobi bot 2021 ein 120 x 100 cm großes mixed-media-Gemälde für 2.000 $, ein  größeres (145 x 100 cm) für 2.800 $ an.

© Mihayo Kallaye

Born in 1996, Mihayo was raised in the streets of Dar es Salaam. He still lives here to this day. He works as a multimedia painter with different materials, he is also an environmental activist. After his bachelor's degree in environmental science and management, he took a one-year contemporary art course at Nafasi Art Space. He defines himself as a Climate Changer and gets his ideas from everyday life with all its environmental problems that need a solution. Using participatory-based research, his creative process provides a space for the non-artistic community to participate in the contemporary art world by sharing their stories. By conceptualizing his ideas, he is able to express experiences and stimulate conversations that move his society. Through his artistic practice, he seeks to redefine his position in his society. Additionally, his scientific background, beliefs and readings inform his creative practice.
Rooted in research and experimentation, he creates works that explore ideas of environmental sustainability and the post-colonial situation in Africa. Materiality is an important element in his work, as he believes it tells something about the idea being explored. This plays an instrumental role in provoking conversations around the themes of his work. He creates figurative paintings where his forms are inspired by Makonde wood carving traditions, working with rich colours and textures, sometimes using plastic to enhance tactile aspects of the work. His paintings seek to capture cultural beauty while also communicating a message about his society.
Mihayo’s work has been exhibited at the East Africa Biennale 2019; the National Museum of Tanzania 2020; Circle Art gallery, Kenya 2021; and Galerie Atelier III, Barmstedt Germany 2022. He was a finalist with the worldwide acting Centre of Contemporary Artist Project 2021, based in Rom and Barcelona (cocaproject.art), and also has participated in Tuning-in Mini-lab residency at Livingstone Office of Contemporary Art (LOCA), Zambia 2021/2022.
Due to their special aesthetics, Mihayo's works are distinctive an often collector's items or museum pieces. A now withdrawn 80 x 60 cm oil painting from 2020 was listed on the Californian online platform saatchiart.com in 2023 for $456, larger works (185 x 114 cm, 174 x 132 cm) for $2,100. In 2021, the Circle Art Gallery in Nairobi offered a 120 x 100 cm mixed media painting for $2,000 and a larger (145 x 100 cm) for $2,800.

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Max Kamundi

Max Kamundi, o.T., o.J., Acryl auf Leinwand, 70 x 46 cm, angeboten auf dawo.de (Auktionshaus Saarbrücken) 2020 für 200 € - © M. Kamundi

Max Thomas Kamundi kam 1971, ein Jahr vor dem tragischen Tod Edward Tingatingas (1932-1972), in Ndanda im Süden Tansanias zur Welt. Er wuchs in einer Welt voller namhafter Künstler auf, die alle aus Ndanda oder der näheren Umgebung stammen, darunter George Lilanga (1934-2005), Damian Msagula (1939-2005), Robino Ntila (1953-2020) und Sayuki Matindiko (1963-2011). Obwohl die Region sehr abgelegen an der Grenze zu Mosambik liegt, kommen aus ihr bis heute stilbildende Einflüsse auf die tansanische Kunst, auf Ornamente und Ikonographie, ganz besonders auch auf die Schnitzkunst. Missionare der Benediktiner in Ndanda förderten und prägten mit ihren Aufträgen seit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts den Makonde-Stil.
Zur Grundschule gehen konnte Kamundi erst, als er acht war. Sieben Jahre später entschied er sich, Maler zu werden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Gefördert vom Benediktiner-Mönch und Maler Polykarp Uehlein (*1931, †2022) entwickelte er bald einen eher abstrakten als naiven Stil. Zwar übernahm er die Ästhetik der Makonde-Schnitzerei, doch nie die naiv-plakative Darstellungsweise seiner Tingatinga-Lehrer. Schon früh enthielten seine Gemälde erzählerische Elemente. Kamundi malt einzigartige Kompositionen, in denen Gruppen von Menschen, Tieren und Objekten über große Leinwände drängen. Je nach Blickwinkel erzeugt er, kombiniert aus symmetrischen Kreisen, Illusionen menschlicher Köpfe oder traditioneller Objekte. Seine Werke verweisen auf die Lebens-, aber auch die Geisterwelt, die bei den Wakonde eine wichtige Rolle spielt.

Max Kamundi und Peter Weisskopff, Mönchengladbach, Sittardstr., 2001

1989 zog es ihn nach Dar es Salaam. In den Neunzigern lebte Kamundi mehrere Jahre als Maler in Nairobi, bevor er 1999 nach Ndanda zurückkehrte. 2000 gelangte Kamundi ins Austauschprogramm "Agenda 21" der UNESCO und darüber nach Mönchengladbach, wo er zusammen mit dem Künstler Peter Weißkopff (1956-2008) und Schülern einer Inklusionsschule ein großes Wandbild mit dem Titel „Freundschaft ist der Schlüssel zum Frieden“ in der Sittardstraße schuf, das dort bis heute zu sehen ist.
Heute zählt er zu den bekanntesten Malern aus der Tingatinga-Kooperative in Dar es Salaam. Als einer der wenigen dort hat er sich mit seiner Kunst aus den strengen Vorgaben des Tingatinga-Stils gelöst und seinen unverkennbar eigenen entwickelt. In Tansania hat Kamundi allerdings mehr Schüler als Ausstellungen, in der dortigen Szene ist er weniger gefragt als im Ausland, wo er immer wieder Förderer und Kuratoren für sich begeistert. 2007 gab es z.B. im Würzburger Weltladen eine Soloausstellung, 2008 stellte er zusammen mit dem heute sehr hoch gehandelten David Herekia Mzuguno (1951-2010) in der Galerie Platinium im tschechischen Brünn aus. 2017/18 nahm er teil an der East African Art Biennale, die Ausstellungen in Dar, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali und Bujumbura organisierte.
Kamundi ist auf außergewöhnlich vielen Online-Märkten und Websites vertreten. Der Marktwert seiner unzähligen Werke pendelt so zwischen den Extremen, was an seiner Anbindung an die Tingatinga-Kooperative liegen mag. Seine stets farbenprächtigen Bilder werden entweder sehr hoch gehandelt oder verramscht. Kleinere Ölgemälde auf Hartfaser wie „Kindervergnügen“ von 2002 (40 x 45 cm) erzielen meist nicht mehr als 80 € (Dawo Auctions, 2021), ein 70 x 70 cm großes Acrylbild bietet artesaniadeafrica.com für 450 € an, lenixart.com ruft für ein 80 x 58 cm großes Werk 550 € auf, ein 90 x 144 cm großes Ölgemälde wird bei shikra.de für 600 € gehandelt (alle aus 2023). Werden die Werke größer und damit auch narrativ umfassender, werden sie schnell sehr teuer. In einer Auktion in Nairobi 2020 auf artauctioneastafrica.com wurde ein 165 x 120 cm großes Ölgemälde von Kamundi aus Privatbesitz auf 3.700 bis 5.500 € taxiert. Kamundi selbst bietet einige besonders große, über 3 m breite Werke in seiner Galerie in Dar es Salaam für mittlere fünfstellige Dollarsummen an.

© Max Kamundi

Max Thomas Kamundi was born in Ndanda, southern Tanzania, in 1971, a year before the tragic death of Edward Tingatinga (1932-1972). He grew up in a world full of well-known artists, all from Ndanda or the surrounding area, including George Lilanga (1934-2005), Damian Msagula (1939-2005), Robino Ntila (1953-2020) and Sayuki Matindiko (1963- 2011). Although the region on the border to Mozambique is very remote, it has more stylistic influences on Tanzanian art than any other, on ornaments and iconography, and especially on the art of carving. Benedictine missionaries in Ndanda have been promoting and shaping the Makonde style with their commissions since the first decade of the 20th century.
Kamundi wasn't able to go to primary school until he was eight. Seven years later he decided to become a painter to earn a living. Encouraged by the Benedictine monk and painter Polykarp Uehlein, he soon developed a style that was more abstract than naive. Although he adopted the aesthetics of Makonde carving, he never adopted the naively bold style of his Tingatinga teachers. Early on, his paintings contained narrative elements. Kamundi paints unique compositions in which groups of people, animals and objects crowd across large canvases. Depending on the perspective, he creates illusions of human heads or traditional objects by combining symmetrical circles. His works refer to the living world, but also to the spirit world, which plays an important role among the Wakonde.
In 1989 he moved to Dar es Salaam. In the 1990s, Kamundi lived in Nairobi as a painter for several years before returning to Ndanda in 1999. In 2000 he joined the UNESCO "Agenda 21" exchange program and via that has lived and worked in Mönchengladbach/Germany, where he painted a large mural entitled "Friendship is the key to peace" together with the artist Peter Weißkopff (1956-2008) and students from an inclusion school, which can still be seen there today.
Today he is one of the best-known painters from the Tingatinga cooperative in Dar es Salaam. As one of the few there, he has freed himself from the strict specifications of the Tingatinga style and developed his own unmistakable style. In Tanzania, however, Kamundi has more students than exhibitions, and he is less in demand there than abroad, where he repeatedly inspires sponsors and curators. In 2007 there was a solo exhibition in the Würzburg One World Shop, in 2008 he exhibited together with David Herekia Mzuguno (1951-2010), who is now very highly traded, in the Galerie Platinium in Brno, Czech Republic. 2017/18 he took part at the East African Art Biennale which exposed works in Dar, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali and Bujumbura.
The market value of Kamundi's countless works swings between extremes, which may be due to his connection to the Tingatinga cooperative. His always colorful pictures are either traded very high or sold off. Smaller oil paintings on hardboard such as "Kindervergnügen" from 2002 (40 x 45 cm) usually do not achieve more than 80 € (Dawo Auctions, 2021), a 70 x 70 cm acrylic painting is offered by artesaniadeafrica.com for 450 €, lenixart.com calls for an 80 x 58 cm work 550 €, a 90 x 144 cm oil painting is traded at shikra.de for 600 € (all from 2023). If the works become larger and thus richer in terms of narrative, they quickly become very expensive. In a 2020 Nairobi auction on artauctioneastafrica.com, a 165 x 120 cm oil painting by Kamundi from a private collection was appraised at €3,700 to €5,500. Kamundi himself offers some particularly large works, over 3m wide, in his gallery in Dar es Salaam for medium sized five-digit dollar sums.

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Shelina Khimji

Shelina Khimji, New Beginnings - Dreamy, 2022, Coffee, acrylic, water colour and brush pen, 70 x 50 cm, bis Juni 2024 / until June 2024 in der Rangi Gallery als Beitrag zur Ausstellung zum Internationalen Frauentag © Shelina Khimji

Shelina Khimji (* 1973) ist eine preisgekrönte Künstlerin aus Tansania, die sich seit ihrer Kindheit zur Kunst hingezogen fühlt. Sie lebt und arbeitet in Dar es Salaam. In Zanzibar erzogen, prägten afrikanische genauso wie arabische Einflüsse ihre Kindheit. Sie hat auch in Großbritannien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelebt. Diese Mischung sticht in ihrer Arbeit mit Farben und Schichten hervor, die ihre multikulturelle Identität widerspiegeln. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin ist sie seit 2004 staatlich zugelassene Wirtschaftsprüferin und verfügt über langjährige Erfahrung als Revisorin und Managerin bei Grant Thornton und Crowe Tanzania.
Farben verleiht sie eine besondere Symbolik, sie sollen ihre glückliche Persönlichkeit und den Blick auf eine ideale Welt betonen. Khimji hat ein natürliches Talent fürs Zeichnen. Ihr Stil ist impressionistisch, sie möchte mit ihren Kunstwerken Emotionen erzeugen und die Vorstellungskraft der Betrachterin bzw. des Betrachters erweitern.
Ihre Sujets zeigen oft Kulturen mit einem zeitgenössischen Touch. „Ich liebe es, den alten und antiken Look darzustellen und mit meinen Kunstwerken Nostalgie und romantische Gefühle hervorzurufen. Ich versuche meine Fantasien einzufangen, eine Erinnerung, einen Gedanken, eine Sehnsucht, den Blick auf die Welt durch die rosarote Brille, und gleichzeitig benachteiligte Menschen zu berücksichtigen, bedrohlich enge Gassen und starke, feminine Frauen.“ Sie macht Skizzen, malt Abstraktes, Porträts oder figurative Kunst und Kalligrafie. Meist verwendet sie dafür Bleistifte, Kohle, Öl und Acryl, gern auch verschiedene Materialien gleichzeitig. In letzter Zeit hat sie Werke mit Kaffeefarbe gemalt, Acryl- und Aquarellsprenkel hinzugefügt und schließlich mit Kaffeetassenflecken, Blumen, Blättern und Pinselstrichen abgeschlossen.
Mit dem Pinsel taucht sie in ihre Seele und beschwört ihre Fantasien. „Die imaginären Orte und Träume, die ich auf die Leinwand werfe, ermöglichen es mir, mich zu verlieren und meine inneren Sehnsüchte zu erfüllen, indem ich sie in einem Gemälde lebendig werden lässt. Wir sind alle Kunstwerke und das Universum ist eine göttliche Leinwand."
Khimjis Stärke liegt in dem zeitgenössischen Gefühl, das sie der tansanischen Kunst gegeben hat, sowie in der Art und Weise, wie sie ihre Kunst für ihre Werte sprechen lässt, wenn es um den Erhalt der Umwelt oder die Anerkennung der weniger Privilegierten geht.
Über ihre langjährige Karriere hinweg wurde sie auf CNNs Online-Plattform “Style“ für ihre Lockdown-Kunstwerke vorgestellt, die an ein in Dubai ansässiges Kunststudio eingereicht wurden. Sie hat als einzige tansanische Künstlerin auf der World Art Dubai 2020 ausgestellt. Sie wurde ausgewählt, Tansania in der von der ZeeArts Gallery organisierten Ausstellung zum Frauentag unter 115 Frauen aus verschiedenen Ländern zu vertreten. Ihre Arbeiten wurden auch im Art & Lusso Magazine (Online-Magazin für Kunst, Mode und Luxus-Lifestyle in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Italien) vorgestellt, im Magazin Modern Renaissance des US Culturally Arts Collective, im Addition Art Magazine des US Divide Magazine sowie in der tansanischen Tageszeiting „Citizen“, die über Khimjis Teilnahme an der Ausstellung „Colors Of Hope“ der örtlichen Rotaracts (Rotary-Junioren) berichtete.
Zuletzt wurde Shelina Khimji in der Holy Art Gallery in London und im März 2023 in Athen (www.theholyart.com) ausgestellt, zuvor auch in Dubai in der Artoze und der dortigen Picasso Gallery und im Mövenpick Hotel Bur Dubai für ein Live-Painting-Event von CAWFEE arts eingespannt. Sie wurde von der Rangi Gallery in Dar ausgewählt, um Werke im Rahmen von deren Kampagne unter dem Titel „Ode an die Frau“ auszustellen. Vor Jahren (2016/17) stellte sie auch mit anderen im Russischen Kulturzentrum in Dar aus. Sie war Teilnehmerin an vier der letzten fünf Ausgaben der East African Art Biennale, Werke von ihr wurden kürzlich auch auf der Queen Elizabeth II gezeigt. 2021 hatte sie eine Einzelausstellung im „Drum“ in Dar es Salaam mit dem Thema „Sameness within Diversity“ (Gleichheit in Vielfalt).
Khimji war zweimal Finalistin beim New York and os Angeles Coffee Art Project. Sie trat kürzlich der „Caffeine and Women Movement Community“ in Dubai bei als weibliche Pionierin für kreative Kaffeekunst. Sie ist Mentorin und Preisträgerin in ihrer lokalen Gemeinde und 2015 tourte ihr Skizzenbuch im Rahmen von The Sketchbook Project durch die USA und Kanada. 2013 gewann Shelina Khimji den einen Preis für ihre Bleistiftskizze „Lessons from Kerbala“ über eine Schlacht in der Geschichte der islamischen Kriege.
Khimjis Arbeiten wurden bereits von mehr als einem Dutzend Sammler:innen gekauft. Ihr Kunstwerk mit dem Titel „Coffee bloom“ wurde ausgewählt, um als NFT geprägt und im Dubai International Financial Centre in einem Konzept namens „Galerie in einer Box“ ausgestellt zu werden.
Ein 6-Min-Selbstportrait der Künstlerin findet sich auf Youtube.

© Shelina Khimji

Shelina Khimji, born in 1973, is an award winning Tanzanian artist, drawn to art since her childhood. She lives and works in Dar es Salaam. She has a rich African and Arabian background since she grew up in Tanzania and inherited the Zanzibari upbringing from her parents. She has also lived in Britain, USA and UAE. This combination tends to stand out in her work with the colors and layers highlighting her identity. Beside working as an artist she is a registered chartered accountant since 2004 and has long experience as an auditor and manager with Grant Thornton and Crowe Tanzania.
Color is her strong symbolism as it reflects her happy personality and images of an ideal world. She has a natural knack for drawing and her style is impressionistic since she loves giving an inkling to evoke her viewers emotions and imagination to her artworks.
“I love to depict the old and the ancient look and evoking nostalgia and romantic feelings in my artworks. I try to capture my fantasies, a memory, a thought, a longing, the glimpse of the world through rose tinted glasses, underprivileged people, typical narrow streets and strong, feminine women.” Her subjects often portray cultures with a contemporary feel. She makes sketches, paints impressionistic, abstract, portraits or figurative art and calligraphy. She mainly uses graphite, charcoal, oil and acrylic as well as mixed media. Most recently she has painted some works with coffee paint, adding acrylic and watercolor sparkles and finally finishing with coffee cup stains, flowers, leaves and brush strokes.
She believes art has allowed her to dip her brush into her soul and paint away her fantasies. The imaginary places and dreams that she expresses on the canvas permit her to lose herself and fulfil her inner longings by bringing them alive in a painting. "We are all works of art and the universe is a divine canvas."
Khimji’s strength lies in the contemporary feel she has given to Tanzanian art as well as how she lets her art speak for the values she holds when it comes to the preserving the environment and recognising the less privileged.
Over a decade long career, she has been featured on CNN’s online platform style for her lockdown artwork submitted to a Dubai based Art Studio. She has exhibited in World Art Dubai 2020 as the only Tanzanian artist. She was selected to represent Tanzania in the women’s day exhibition organized by ZeeArts Gallery among 115 women from different countries across the globe on the theme “rise to rejoice”.
Her work was featured in Art & Lusso Magazine (Online Magazine on Art, Fashion and Luxury Lifestyle in UAE and Italy), in the magazine Modern Renaissance of the US Culturally Arts Collective, in the Addition Art Magazine of US Divide Magazine, as well as in The Citizen (Tanzania) for participating in the Rotaracts, Colors Of Hope Exhibition.
Shelina Khimji has exhibited in the Saatchi and Holy Art Galleries in London and 2023 in Athens (www.theholyart.com), at the Dubai Artoze und Picasso Gallery, at Mövenpick Hotel Bur Dubai for a live painting event by CAWFEE arts. She was selected by Rangi Gallery in Dar to exhibit her work as part of their “Ode to Women” campaign. Years ago (2016/17) she also exhibited with others at the Russian Cultural Center in Dar es Salaam. She has been a participant in four of the last five editions of the East African Art Biennale, her works have recently been exhibited on the Queen Elizabeth II too. In 2021 she has had a solo exhibition at the Drum in Dar es Salaam with the theme “Sameness within Diversity.”
Khimji has been a two time finalist in the NY and LA Coffee Art Project. She recently joined the Caffeine and Women Movement community in Dubai as a female pioneer for being a coffee art creative. She is a mentor and award winner in her local community, and 2015 her sketchbook has toured USA and Canada as part of The Sketchbook Project.  In 2013 Shelina Khimji scooped the winners award for a pencil sketch on a battle held in the history of Islamic wars, titled Lessons from Kerbala.
Khimji’s work has already found more than a dozen solvent collectors. Her artwork titled “Coffee bloom” was selected to be minted as an NFT and exhibited at the Dubai International Financial Centre nights in a concept called “gallery in a box.”
A 6 minutes portrait of the artist you can find on Youtube.

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Masoud Kibwana

Masoud Kibwana, Behind the Scene, 122 x 94 cm, pieces of fabric on canvas with acrylic, 2.800 $ at Rangi Gallery, Dar, 2023 © M.Kibwana

Masoud Kibwana, der 1988 in Mtwara zur Welt kam, lebt seit er 15 ist in Dar es Salaam, wo er jahrelang gemeinsam mit Max Kamundi und Evarist Chikawe die Vipaya Galerie in Oysterbay betrieb.
Seine Freunde bestärkten ihn, eine Karriere als Künstler einzuschlagen, sie sahen sein Talent. Vorher war ihm nicht bewusst, dass Kunst ein einträglicher Beruf sein kann. Er erhielt eine Ausbildung vom Dar Youth Art Vocational Training Center (DYA) und arbeitete unter der Anleitung des renommierten tansanischen Malers Max Kamundi.
Durch eine nahtlose Mischung aus Kubismus und figurativer Malerei vor abstrakten Hintergründen fangen Kibwanas Gemälde auf der Leinwand die Schönheit, Kultur und Traditionen der ostafrikanischen Bevölkerung ein. Seine akribische Liebe zum Detail verleiht den Themen in seiner Arbeit Leben und Tiefe. Eingebettet in seine Kunst sind die komplizierten Stammesmuster, die noch immer in die Gesichter der Makonde in Tansania und Mosambik tätowiert sind.
Seine Arbeit ist gekennzeichnet durch Bewegung, Verflechtung von Motiven und Farbkombinationen, deren Ursprünge nicht sofort zu identifizieren sind. Die detaillierten 3D-Applikationen, meist in Weiß, verleihen seinen Gemälden einen interessanten Aspekt. Als Mixed-Media-Künstler ist Innovation sein ständiger Begleiter. Er liebt es, mit verschiedenen Stilen zu experimentieren, z.B. indem er Jeansreste in seine Werke einbaut. Die Verwendung von Abfallmaterialien war auch der Schlüssel zur Schaffung von einzigartigen Installationskunstwerken. Kibwana hofft, dass seine Arbeit den Dialog über die Herausforderungen befördert, die Entwicklung und Nachhaltigkeit in der tansanischen Gemeinschaft behindert haben.
Die Rangi Gallery kommentiert: „Seine Motive bestehen oft aus menschlichen und tierischen Figuren, die wie Origami präsentiert werden. Er betont so ein Gefühl von Dreidimensionalität und Tiefe innerhalb der Anatomie und Perspektive des Motivs, wodurch es sich plastisch aus der Leinwand entfernt. Das ergibt eine Reihe herausragender Kunstwerke, die jeden Raum beleben.“
Kibwana war zuletzt "artist in residence" des Kuona Trusts in Nairobi, der wiederum Teil des international agierenden, in den USA entstandenen Triangle Network ist. Er hat seine Arbeiten sowohl lokal als auch international ausgestellt und wurde regelmäßig zur Teilnahme an der East African Art Biennale eingeladen. Er hat seine Arbeiten in Tansania, Kenia, Ruanda, Burundi, Uganda, Taiwan, China, Italien und 2022 auch im schleswig-holsteinischen Barmstedt gezeigt. Ab Oktober 2023 läuft eine Gruppenausstellung in der Umoja Art Gallery in Kampala. Arbeiten Kibwanas befinden sich auch in der Sammlung des Schlesischen Museums in Opava (Tschechischen Republik). Er hat ein Arbeitsstudio im Nafasi Art Space in Dar es Salaam.
Auf der Internetseite des australischen awarethesocialdesignproject.com.au wurde ein älteres 75 x 96 cm großes „tribal art“-Werk Kibwanas 2023 für gut 500 € angeboten. In Dares Salaam wird er von der Rangi Gallery vertreten und dort hoch gehandelt. Ein thematisch besonders starkes, auf die Pandemie bezogenes 122 x 94 cm großes mixed-media Gemälde stand dort 2023 für 2.800 $ zum Verkauf, kleinere Werke (40 x 50 cm) waren ab 350 $ zu haben. Im Nafasi Art Space in Dar, wo Kibwana arbeitet, kostete ein ähnliches Werk 2022 noch 160 $, für ein 100 x 130 cm großes, besonders ausdrucksstarkes s/w-Werk wurden dort 1.200 $ aufgerufen.

© M.Kibwana

Masoud Kibwana, born 1988 in Mtwara, is a painter, who lives in Dar Es Salaam since he was 15. His friends inspired and influenced his decision to pursue a career in the arts; they saw his talent. Before he was unaware that art could be a profitable profession. He received training as an artist from the Dar Youth Art Vocational Training Center (DYA) and worked under the mentorship of renowned Tanzanian painter, Max Kamundi.
Through a seamless blend of cubism and figurative paintings on abstract backdrops, Kibwana’s paintings on canvas capture the beauty, culture and traditions of the East African people. His expressionist style is instantly recognizable with his signature mosaic technique that he has come to be famous for. His meticulous attention to detail gives life and depth to the subjects in his work. Incorporated in his art are the intricate tribal patterns that can still be seen tattooed into the faces of the Makonde people of Tanzania and Mozambique.
His work is characterised by movement, intertwining of subjects and colour combinations not immediately identified as African.  The detailed 3D applications, usually with white detail, give his paintings an interesting aspect. As a mixed media artist, innovation is his constant companion, and he loves to experiment with different styles including the Kiraka style which employs the use of pieces of clothes /jeans to patch and paint on. The utilization of waste materials has been key in creating his artworks especially installation artwork. Kibwana hopes his work brings to light a dialogue regarding the challenges that have hampered development and sustainability in the Tanzanian community.
Rangi Gallery comments: „His subjects often consist of human and animal figures, that are presented in a manner like that of origami that emphasizes a sense of three-dimensionality and depth within the subjects anatomy and perspective, thereby making the subject really pop out of the canvas. That results in a series of eye-catching artwork that can liven up any room.“
Most recently, Kibwana was artist in residence at the Kuona Trust in Nairobi, which in turn is part of the US-founded international Triangle Network. He has exhibited his work both locally and internationally and has been invited to participate with the East African Art Biennale frequently. While exhibiting some works at Mlimani City Mall in Dar in 2019 a journalist wrote: "This man’s star has been rising, currently having showcased his works in the Comoros, Seychelles, China, Kenya among others with artworks sold in the US through the UN." Beside Kibwanas work was shown in Tanzania, Rwanda, Burundi, Uganda, Taiwan, Italy and 2022 in Germany too. Starting in October 2023 his works are shown in a group exhibition at the Umoja Art Gallery in Kampala. Works of Kibwana are in the collection of The Silesian Museum in Opava in Czech Republic. He has a working studio at Nafasi Art Space in Dar es Salaam and together with Max Kamundi and Evarist Chikawe he runs the Vipaji Art Studio in Oysterbay (Dar es Salaam).
On the website of the Australian awarethesocialdesignproject.com.au, an older 75 x 96 cm "tribal art" work by Kibwana was offered for a good 500 € in 2023. In Dar Kibwana is represented and traded highly by the Rangi Gallery. A thematically particularly strong, 122 x 94 cm mixed-media painting related to the pandemic was for sale there in 2023 for $2,800, smaller works (40 x 50 cm) were available from $350. At Nafasi Art Space in Dar, where Kibwana operates, a similar work cost $160 in 2022, while a 100 x 130 cm expressive b/w work was called for $1,200 there. 

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Vita Malulu

Vita Malulu: We need freedom (Ausschnitt/detail), 2017, Öl auf Leinwand, 2 x 5 m, angeboten vom Künstler für 50.000 $ © V. Malulu

Vita Lulengo Malulu wurde in 1976 in Mwanza, Tansania, geboren. Er arbeitet in vielen Disziplinen, neben dem Malen bildhauert er, gestaltet Grafiken, tanzt und musiziert. Seine Ausbildung erhielt er am Bagamoyo College of Arts, wo er von 2003 bis 2006 studierte. Für seine Gemälde verwendet Malulu Öl und Acryl auf Leinwand. Große und kleine Installationen und Skulpturen entstehen aus recyceltem Material, gern aus Draht. Malulu hinterfragt in seinen Arbeiten die Herausforderungen und Schwierigkeiten, mit denen Menschen aus der Unterschicht konfrontiert sind, die oft sprachlos sind. Er porträtiert auch Szenen mit sozialen und politischen Kommentaren zu aktuellen Themen innerhalb und außerhalb Tansanias. Malulu malt sowohl realistisch als auch abstrakt. Seine Motive findet er auf Fotos und Alltags-Szenen auf der Straße. Als Musiker spielt Malulu mit der Gruppe „Tupo Kama Hatupo“ (frei übersetzt „Gibt es uns wirklich?“).
Malulu hat an mehreren internationalen Residenzen und Workshops teilgenommen, z.B. bei Konstepidemin im schwedischen Göteborg (2016), am NKD Norwegen (2013), in Tansania, Kenia und beim Uganda Arts Trust (2014). Er war auch mal beim Norsesund Art Walk in Schweden dabei.
Malulus stets detailversessenen Werke wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Neben Dar es Salaam, wo er häufig im Goethe-Institut, im Nafasi Art Space und bei der Alliance Francaise zu sehen war, konnte man Werke von ihm schon in der Rose Bank Mall in Johannesburg sehen, im Stenasalen des Göteborger Konstmuseums oder in Peter-Andreas Kamphausens Hamburger Mawingu-Sammlung, auch beim Ugandan Arts Trust in Kampalas 32 Grad Ost-Galerie, in Nairobi beim Kuona Trust und in der Circle Art Gallery, in Sansibar im Emerson Hotel.
Seinen Durchbruch in der heimischen Szene erlebte er nach seiner ersten Einladung zur East African Art Biennale 2013, an der auch später mehrfach beteiligt war. Er prägte mehrere Gruppenausstellungen durch seine parteiergreifende Kunst. 2015 bestückte er beispielsweise zusammen mit Gadi Ramadhani, Cloud Chatanda und Amani Abeid die Ausstellung „Beauty Salons and the Beast“, kuratiert von Rehema Chachage und Jan van Esch, die ein Gewinner im US-gesponserten apexart Franchise-Programm war. Das Projekt nutzte einen Wohnwagen im öffentlichen Raum und einen Schönheitssalon zur Präsentation von Kunst. Im selben Jahr beteiligte er sich als Bildhauer an der Gruppenausstellung „Kuriositätenkabinett“ im Nafasi Art Space. Auch bei einer wandernden Gruppenausstellung mit befreundeten Künstler:innen über Märkte und Dörfer bis nach Rwanda hinein war Malulu dabei.

Vita Malulu: Red Carpet, 2014, Acryl auf Leinwand, 93 x 70 cm, Privatbesitz der Hamburg Mawingu Collection © P.-A. Kamphausen

Bekannt im Ausland machte ihn sein 2014 auf einem Workshop des Goethe-Instituts für das Hamburger Projekt “Artists pro Wildlife” entstandene Gemälde “Red Carpet”, das die Hamburger als “wahrscheinlich wichtigstes Bild, das in den letzten Jahren in Tansania gemalt wurde” feierten. Es wird bis heute öffentlich gezeigt. Angesichts des überaus scharfen Angriffs auf gleich zwei amtierende Staatsoberhäupter hätte man mit einem Verbot und der Verfolgung des Malers rechnen können. Selbst in Deutschland wäre er trotz Kunstfreiheit davor nicht gefeit.
Während Malulus Residenz in Kampala produzierte der Uganda Arts Trust 2014 einen kleinen Imagefilm für ihn; angesichts seiner Bedeutung als einer der streitbarster Künstler Tansanias produzierte sogar die Deutsche Welle 2018 eine Werkschau über ihn für ihren Kiswahili-Kanal.
Malulus teilweise wandfüllende Arbeiten werden in mehreren Galerien in Tansania, Südafrika und Deutschland gesammelt. Derzeit arbeitet er in einem Atelier im Nafasi Art Space in Daressalam, wo er auch Mitglied ist. Er ist außerdem Mitglied der Künstlergruppe 14+.

© Vita Malulu

Vita Lulengo Malulu was born in 1976 in Mwanza, Tanzania. He is a multi-disciplinary artist working in the media of painting, sculpture, printmaking, music and dance. He received his training from the Bagamoyo College of Arts, where he studied from 2003 to 2006. For his paintings Malulu uses use oil and acrylic on canvas. For the creation of installations and sculptures in both small and large scale works he utilizes recycled materials like wire. Malulu creates work that interrogates challenges and difficulties that face the lower class majority of Tanzanians who are often rendered voiceless. He also portrays scenes concerning social and political commentary on current matters inside and outside of the borders of Tanzania. Malulu paints both realistic and abstract. His subjects come from photos and everyday scenes from the streets. The musician Malulu plays with the group “Tupo Kama Hatupo” (Present As Absent).
Malulu has participated in several international residencies and workshops with Konstepidemin/Gothenburg Sweden (2016), at NKD Norway (2013), in Tanzania, Kenya and with the Uganda Arts Trust (2014). He has also participated in the Norsesund Art Walk in Sweden.
Malulu’s always detailed works have been exhibited in various solo and group exhibitions locally and internationally. Beside Dar es Salaam, where he has been on dispose frequently at the Goethe Institute, at Nafasi Art Space and the Alliance Francaise, he has been visible even in Johannesburg’s Rose Bank Mall, in Stenasalen of Gothenburg’s Konstmuseum, or in the Hamburg Mawingu Collection of Peter-Andreas Kamphausen, also in with Ugandan Arts Trust in Kampala’s 32 degree East, in Nairobi with the Kuona Trust and at the Circle Art Gallery, in Zanzibar at the Emerson Hotel.
His breakthrough in the local scene came after his first invitation to the East African Art Biennale in 2013, in which he later took part several times. He shaped several group exhibitions with his partisan art.
In 2015 for example together with Gadi Ramadhani, Cloud Chatanda and Amani Abeid he hold the exhibition “Beauty Salons and the Beast”, curated by Rehema Chachage and Jan van Esch, which was a winner with the US-sponsored apexart Franchise Program. It used a caravan at public spaces for the presentation of art. In the same year he participated as a sculptor with the group exhibition “Cabinet of Curiosities” at Nafasi Art Space. Malulu also took part in a traveling group exhibition with artist friends through markets and villages all the way to Rwanda.
He became known abroad for his painting “Red Carpet”, created in 2014 at a Goethe Institute workshop for the Hamburg project “Artists pro Wildlife”, which the Germans celebrated as “probably the most important picture that has been painted in Tanzania in recent years”. It is still shown publicly to this day. In view of the extremely sharp attack on two current heads of state, one could have expected a ban and persecution of the painter. Even in Germany, despite artistic freedom, he would not be immune from this.
During his residency in Kampala, the Uganda Arts Trust produced a small image film of the artist in 2014; given his importance as one of Tanzania's most controversial artists Deutsche Welle produced a showcase for its Kiswahili channel in 2018.
Malulu’s works, some of which fill walls, are collected through several galleries in Tanzania, South Africa and Germany. He currently has a working studio space at Nafasi Art Space, Dar es Salaam, of whom he is a member too. He is also a member of the 14+ artist group.

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Medy Maubaka

Medy Maubaka, Self Portrait, 2021, 70 x 60 cm, mixed media © A.Maubaka

Ahmed Medy Mohamed Maubaka wurde 1986 in Dar es Salaam geboren und wurde in jungen Jahren von verschiedenen Künstlern inspiriert, mit denen er in der rasant wachsenden Stadt zu tun hatte. Er begann mit Acrylfarben zu malen und wechselte später zu Graffiti, bei denen er sich hauptsächlich auf die Wiedergabe menschlicher Gesichter und Figuren konzentriert, denen er eine starke afrikanische Anziehungskraft verleiht.
Medy hat zahlreiche tansanische Meister beobachtet und studiert, bevor er selbst den Mut fasste, sich Künstler zu nennen. Er hat im Laufe der Jahre zahlreiche Workshops besucht, aber wie er sagt: „Mein größter Lehrer sind die Straßen von Bongo (Dar es Salaam), die Geräusche, Musik, Gerüche, Schlaglöcher und die hybrid durchmischte Menge der Menschen.“ Er nutzt besonders gern Collagen und entdeckt gern die Stile vergangener Jahre wieder, wobei er sich an seine Kindheit und die vielen Menschen erinnert, die er beim Reinigen von Pinseln, Wasserholen und Rahmen von Leinwänden beobachtet hat. „Ich bin total fasziniert von Bildern und allem, was sich auf eine Malerleinwand bringen lässt.“
Seine Arbeit und Inspiration haben ihn dazu gebracht, viele verlassene Orte mit einer breiten Palette künstlerischer Werkzeuge zu schmücken, mit Sprühfarbe, Tinte, Kohle, Ölfarben und Collagen. Medys Experimentieren mit Graffiti hat ihn in Dar es Salaam bekannt gemacht. Seine Arbeiten zeichnen sich durch markante Bilder, Naturbewusstsein und die Attraktivität abgelegener Locations aus. Emotional lässt er sich in seinen Arbeiten von sozialen Ereignisse prägen, die ihn oder nahestehende Personen betreffen, ebenso von der Komplexität seines oder des Zustands der Gemeinschaft, wie sie sich in existenziellen Sorgen manifestieren. Er nennt das den „inneren Dschihad, den wir alle täglich durchmachen“.
Seit 2007 ist Medy eines der vier Mitglieder der Wachata Crew Tanzania (WCT), des „einzig wahren“ Graffti-Kollektivs, wo man lerne, „was echte Kunst und was Vandalismus“ sei. Die Graffiti-Pioniere hatten 2014 und 2015 große Ausstellungen im Nafasi Art Space und haben mit internationalen Graffiti-Künstlern wie Kool Koor aus New York/Brüssel, Nard Star aus Kapstadt, SELA aus Deutschland zusammengearbeitet. Als Gründungsmitglied von SASART, eines Unternehmens verschiedener Künstler zur Förderung der bildenden Kunst, versucht Medy seit einiger Zeit auch Barrieren abzubauen, mit denen Künstler in Tansania konfrontiert sind. Seine Arbeit basiert stark auf Kooperation und er glaubt, dass er das zurückgeben muss, was ihm viele andere gegeben haben. Ein Ziel ist die verstärkte Teilhabe vieler Menschen aus der Umgebung an kreativen Prozessen.
Medy, mittlerweile allseits anerkannt als Maler, Graffiti-Künstler und Designer, sucht täglich ein Gleichgewicht zwischen seiner Liebe zur Malerei und Graffiti. Die sorgfältige Auswahl von Medium und Stil zielt darauf, dass seine Arbeit die höchste Perfektion erreicht. Sie soll „sowohl die erhabenen als auch die bescheidenen Eigenschaften meiner Seele widerspiegeln“.
Seine Arbeiten sind überall in der Stadt und im Nafasi Art Space in Dar zu sehen. 2019 war Medy zusammen mit Dismas Leonard, Safina Kimbokota, Walter Simbo, Liberatha Alibalio, Nicola Alessandrini und Lisa Gelli Teilnehmer am italienisch-tansanischen Projekt Uhuru Republic, und als solcher Artist in Residence im Nafasi Art Space. Das Projekt fand 2021 seine Fortsetzung beim Comic Festival Bilbolbul im italienischen Bologna. Im gleichen Jahr verkaufte Medy bei einer Einzelausstellung im Hamu Restaurant in Dar (Oysterbay) fünf von sieben gezeigten Werken.

© A.Maubaka

Born 1986 in Dar es Salaam, Ahmed Medy Mohamed Maubaka was inspired at a young age by Art from various artists that he used to interact with in his hometown. He began painting with acrylics and later moved to graffiti that made him focus primarily on the rendering of human faces and figures of which he put a strong African appeal to them.
Medy has watched and studied numerous Tanzanian art masters before he himself got the courage to call himself an artist. He has acquired training over the years from workshops that came around, but, as Medy says: „My greatest teacher are the streets of Bongo (Dar es Salaam), the sounds, music, smells, pot holes and the hybrid mixture of people.“ He explores collages more than anything, he finds it very joyful to rediscover the styles of yester years as he remembers his childhood and numerous people who he shadowed cleaning brushes, fetching water and framing canvases. „I am completely captivated by images and any that can be put on an art canvas.“
His work and inspiration has lead him to painting a lot of abandoned places using a wide range of artistic tools including spray paint, ink, charcoal, oil paint and collage. Medy’s experimentation with Graffiti has made him well known in Dar es Salaam. His work is characterized by striking images and with a notion of awareness of nature and solitary attractiveness. Most of his work is emotionally triggered by social events surrounding him or those close to him, the complexities of his or the collective human condition as they manifest themselves in existential preoccupations. He calls it “the internal Jihad we all go through daily”.
Medy, nowadays a locally acclaimed Painter, Graffiti artist and Designer, continues to find balance between his love for painting and graffiti on a daily basis. He aims to uplift and inspire through this careful selection of medium and style so as his work reaches the maximum perfection, „rendering of both the sublime and humble characteristic of my soul“.
Since 2007, Medy has been one of the four members of the Wachata Crew Tanzania (WCT), the "only true" graffiti collective and pioneer of the graffiti scene in Tanzania, where one can learn "what is real art and what is vandalism". WCT crew has had two successful exhibitions in 2014 and 2015 at Nafasi Art Space in Dar. The WCT crew has collaborated with international graffiti artists like Kool Koor from New York/Brussels, Nard Star from Cape Town, SELA from Germany. As a founding member of SASART, a company formed by Tanzanian visual artists aimed at promoting and developing visual arts in Tanzania. he looks to bring down the barriers that artist face in Tanzania. His work has been strongly influenced by collaboration and he believes he needs to give back as many have given him and he should help establishing creative participation.
His works are found all over the city, permanently also at Nafasi Art Space in Dar. In 2019 he participated as artist in residence at Nafasi together with Dismas Leonard, Safina Said Kimbokota, Walter Simbo, Liberatha Alibalio, Nicola Alessandrini and Lisa Gelli in the Italo-Tanzanian Uhuru Republic project. The project continued in 2021 at the Comic Festival Bilbolbul in Bologna, Italy. In the same year Medy sold five out of seven works at a solo exhibition at the Hamu Restaurant in Dar (Oysterbay).

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Thobias Minzi

Thobias Minzi, Protect Your Identity, Acrylic on Canvas, 90 x 70 cm, offered for $1.200 $ at Nafasi in 2021, for $2.000 at Rangi Gallery in 2023 © T. Minzi

Thobias Marco Minzi wurde 1984 im Dorf Iseni bei Mwanza im Norden Tansanias geboren. Im Jahr 2000 schloss er die Schule ab. Seine künstlerischen Fähigkeiten entwickelte er durch informelle Schulungen und Workshops. Die Rangi Gallery berichtet: „Er gewann regelmäßig Kunstwettbewerbe auf Schul-, Kreis-, Bezirks- und Regionalebene.“ Später kam er nach Daressalam, wo er sich 2002 dem Namanga Art Studio anschloss, einer Gruppe von Malern. „Hier haben mir die Jungs geholfen, mein Talent zu erkennen. Wir haben viele Ausstellungen besucht und ich habe meine Karriere vorbereitet. Kunst ist Alltag, sie ist nur eine Form, wie man ihn ausdrücken und präsentieren kann. Das Schaffen von Kunst führte mich in eine eigene Welt, und die Ermutigung, die ich erhielt, führte zu weiteren Schulungen und Erkundungen durch Workshops, Ratschläge von Freunden und die eigene Einbildungskraft.“
Minzis Gemälde erfreuen sich im Ausland großer Beliebtheit und viele Menschen haben sie von einer Reise nach Europa mitgenommen. Mittlerweile ist er einer der bekanntesten und interessantesten bildenden Künstler des Landes. Minzi betrachtet seine Fangemeinde als seinen bislang größten Erfolg, er hält sie für „unbegreiflich“. Er arbeitet als Maler und Filmemacher im Nafasi Art Space in Daressalam.
In seinem äußerst vielfältigen Werk nutzt er unterschiedliche Stile und Medien wie Stoff, Holz und Faden, um Bilder und Gefühle zu erzeugen. Wie es die Rangi- Gelerie ausdrückte: „Minzis charakteristische Technik, textile Stoffe auf seine gemalten Motive zu flicken, hat der ansonsten einheitlichen Kunst der Porträtmalerei Schwung verliehen.“ Er verwendet auch Falttechniken, um 3D- und Doppler-Effekte zu erzeugen. Leider können wir die letzten beiden Aspekte seines aktuellen Schaffens nicht in unserer Galerie präsentieren, da sie auf privaten Wegen nicht ohne weiteres sicher transportiert werden können.
Seine Bilder erforschen das vielfältige afrikanische Leben, unter anderem aus der Politik, seinen Menschen und seiner Kultur. Seine Bilder zeigen Frauen und Kinder, die Rolle, die sie im afrikanischen Alltag spielen, und die Herausforderungen, denen sie in Entwicklungsländern gegenüberstehen. Minzi erforscht in seinen Werken verschiedene Stile und Techniken, von Realismus über Collage bis hin zu Abstraktion und vielen anderen. Im Laufe der Jahre wurde er auch für die von ihm gezeichneten Porträts verschiedener politischer Persönlichkeiten bekannt. Er macht auch Kunst im öffentlichen Raum und Gemeinschaftskunst, um kostenpflichtige Marken hervorzuheben, Räume zu verschönern oder für Bildungszwecke, beispielsweise um das Bewusstsein für Angelegenheiten zu schärfen, die die Gemeinschaft betreffen.
Als erfolgreicher Künstler und Leitfigur der kreativen Szene teilt Minzi seine Fähigkeiten und sein Fachwissen gern mit anderen jungen Künstlern in individuellen Coaching- und Mentoring-Sitzungen und Kunstberatung, wie er sie immer wieder im Nafasi Art Space anbietet. 2012 gehörte Minzi zusammen mit Obadia Mbise und Haji Chilonga zur ersten Gruppe tansanischer Spitzenkünstler, die zusammen mit der belgischen Kunstlehrerin Soline de Laveleye einen vom UNHCR finanzierten Kunstworkshop für kongolesische und burundische Flüchtlinge im Flüchtlingslager Nyarugusu durchführten.
Seine Werke wurden in den vergangenen 20 Jahren sowohl lokal als auch international in Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Ostafrika sowie in den USA, Spanien, Dänemark, Finnland und Norwegen gezeigt. Alles begann mit einer Gruppenausstellung in der amerikanischen Botschaft in Dar im Jahr 2003. Seitdem werden seine Werke regelmäßig im Slipway in Dar, im Nationalmuseum und seit 2005 auf den Ostafrikanischen Kunstbiennalen ausgestellt. Die Rangi-Galerie, die ihn mit Gustav Klimt vergleicht und 2023 seine bisher letzte Einzelausstellung organisierte, schrieb: „Er hat sich aufgrund seines genialen Ansatzes im Bereich Mixed Media schnell zu einem der kreativsten Künstler des Landes entwickelt.“ Dies habe ihn zu einem der gefragtesten Künstler des Kontinents gemacht.
Minzis Werke befinden sich in Sammlungen des Muhimbili National Hospital und des Aga Khan Hospital, im Amtsgebäude des Prime Minster's, in der CRDB Bank und im  Präsidentenpalast (alle in Dar es Salaam). Zuletzt malte er im Auftrag der Tanzania Broadcasting Company (TBC) ein 3D-Porträt der Präsidentin Mama Samia Suluhu, das ihr zu ihrem Geburtstag geschenkt wurde.
Minzis Werke werden mittlerweile hoch gehandelt. Nach Anfängen Ende der Zehnerjahre, in denen komplexe 60 x 50 cm Mixed-Media-Werke im Nafasi Art Space für 200 € verkauft wurden, wird das auch hier angebotene, 130 x 74 cm große Werk „Liebe ist kein Krieg“ von der Rangi Gallery im schwarzen Holzrahmen für 2.715 € angeboten. Sein Werk „Good/Happy Day“ (75 x 75 cm) kostete noch 2022 im Nafasi Arts Space nur 500 $, ein Jahr später in der Rangi Gallery dann schon 1.200 $.

© T. Minzi

Thobias Marco Minzi was born 1984 in Iseni village close to Mwanza in northern Tanzania. He completed school in 2000. He developed his artistic skills through informal training and workshops.  Rangi Gallery reports: „He persistently won art competitions at school, county, district and regional levels.“ Later he came to Dar es Salaam, where in 2002 he joined Namanga Art Studio, a group of painters. „Here the guys helped me to see the quality of the talent I have then we attended a lot of exihibitions also I groomed my carrier. Art is everyday life, it’s just a form of how you can express and present it. Creating art took me into a world of my own, and the encouragement I received led to further training and explorations, through several workshops, informal training advice from friends and self imagination.”
Minzi‘s paintings are very popular abroad and many people have carried them to Europe while on tour in Africa. Meanwhile he is one of the best-known and most interesting up-and-coming visual artists in the country. Minzi considers his fan base his biggest achievement thus far, he regards it as “beyond belief”. He works as painter and filmmaker at Nafasi Art Space in Dar es Salaam.
In his extremely diverse work, he uses different styles and mediums such as fabric, wood, and thread to convey images and feelings. As Rangi Gallery put it: „Minzi’s signature technique of patching textile fabrics to his painted subjects has added some vigour to the otherwise uniform art of portraiture,“ He also uses folding techniques to create 3D and Doppler effects. Unfortunately, we cannot present these two aspects of his current work in our gallery because on private ways they cannot be transported easily.
His paints explore the multifaceted African life, from politics, its people, and culture among other things. His paintings depict women and children, the role they play in African daily life, and the challenges they face within developing countries. Minzi explores different styles and techniques in his works from realism, collage to abstract and many others. Over the years he also has been famously known for the portraits of different political figures he has drawn. He also makes art in public spaces and community art to feature paying brands as well as space beautification or for educational purposes such as raising awareness on matters affecting the commuinity.
As a successful artist and leader in the creative community, he aspires to share his skills and expertise with other young artists through one on one coaching/mentorship sessions and art consultation, which he often offers in the Nafasi Art Space. In 2012 Minzi together with Obadia Mbise and Haji Chilonga was among the first group of Tanzanian top artists who together with Belgian art teacher Soline de Laveleye conducted an art workshop for Congolese and Burundian refugees at Nyarugusu refugee camp funded by UNHCR.
His works have been showcased both locally and internationally in solo and group exhibitions around East Africa, as well as in the USA, Spain, Denmark, Finland and Norway. It all has started with a group ehibition at the American embassy in Dar in 2003. Since then his works have been on frequent displays at the Slip Way in Dar, at the National Museum as well as at the East Afrian Art Biennales since 2005. Rangi Gallery, who compares him to Gustav Klimt and in 2023 organized his last solo exhibition to date, wrote: „He has quickly become one of the most prolific artists in the country due to his ingenious approach in mixed media. It has made him one of the most sought after artists in the continent, with his pieces being exhibited throughout Europe and other nations in Africa.“ Besides this, his paintings are held in collections at Muhimbili National Hospital and Aga Khan Hospital, The Prime Minster’s office, CRDB Bank and The State House (all located in Dar ss Salaam).
Most recently, a 3d portrait he painted of Hon. President Mama Samia Suluhu was gifted to her on her birthday commissioned by Tanzania Broadcasting Company (TBC).
Minzi's works are now highly traded. Beginning in the tens of the 21st century when complex 60 x 50 cm mixed media works sold for €200 at Nafasi Art Space, the 130 x 74 cm work “Love Is No War”, also offered here, is being sold by Rangi Gallery offered in a black wooden frame for €2,715. Minzis work “Good/Happy Day” (75 x 75 cm) still cost $500 at Nafasi Arts Space in 2022, and $1,200 a year later at Rangi Gallery.

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Barnabas Mnamba

Mr. Baram, Stilleben, 2018, Öl auf Leinwand © B. Mnamba

Barnabas Raymond Mnamba (Künstlername Mr. Baram) wurde 1996 in Tabora geboren. Die Oberschule besuchte er in Dar, wo er heute lebt und arbeitet. Kunst hat ihn beschäftigt, seit er denken kann, jeden Tag hat er sich weitergebildet. „Ich bin besessen vom Malen!“, sagt er. Nach dem Abschluss der Oberschule 2014 begann er eine Fortbildung in Malerei bei Msafiri Mwanda im Morogoro Store in Osterbay. 2021 nahm er teil an einem zweiwöchigen Kurs der Alliance Francaise zum Malen mit Wasserfarben. 2022 war er Student des dritten Jahrgangs der Nafasi Academy.
„Meine Arbeit spiegelt auf besondere persönliche Weise die Freiheit von Geist, Körper, Seele und Spiritualität wider. Schmerz lässt sich leicht darstellen, aber ich verwende Leidenschaft und Schmerz, um die Ekstase, die Freude und die Großartigkeit unseres Geists und unserer Welt darzustellen.“
Als aufstrebender Künstler war er 2020 auf der Contemporary Tanzanian Art Exhibition in der belgischen Botschaft vertreten. 2021 war er einer von acht „talentierten Malern“, die die französische Botschaft zu einer zweiwöchigen „Pamoja“-Residenz und der Mentorenschaft der japanischen Malerin Akiko Konada einlud. In der abschließenden Ausstellung in der Alliance Francaise wurden die entstandenen Arbeiten für Preise zwischen 65 und 560 € verkauft. 2022 nahm Mnamba als einer von 14 jungen Talenten teil an der Essence Art Exhibition, der ersten Ausstellung der Nafasi Academy in Dar es Salaam. Im weiteren Verlauf des Jahres konnte man seine Werke auch auf der Affordable Art Show in Nairobi sehen.
„Als Künstler sollte ich meine Kunst nutzen, um die Gesellschaft im Ganzen offen und mit großer Kraft zu durchleuchten, um ihr meine Botschaft zu vermitteln“, sagt er. Er setzt sich dafür ein, die Gesellschaft spirituell voranzubringen. Seinen Lebensunterhalt verdient der zur Zeit als Kunsterzieher für Kinder in einer Methodisten-Gemeinde.

© Barnabas Mnamba

Barnabas Raymond Mnamba (artistic name Mr. Baram) was born in 1996 in Tabora. He went to high school in Dar, where he still lives and works. He has made art ever since he can remember and he spend everyday trying to better himself as an artist. „I'm obesessed with painting!“, he says. After graduation in 2014, he began further training in painting with Msafiri Mwanda at the Morogoro Store in Osterbay. In 2021 he took part in a two-week course in watercolor painting organized by the Alliance Francaise. In 2022, he was a third-year student at Nafasi Academy for almost a year.
“My work reflects something personal and special about
freedom of the mind, body, soul, and about spirituality. Pain is easy to portray but I use passion and pain to portray the ecstasy and joy, and magnificence of our mind and world.”
As an emerging artist, he was represented at Contemporary Tanzanian Art Exhibition in the Belgian Embassy in 2020. In 2021 he was one of eight "talented painters" invited by the French Embassy for a two-week "Pamoja" residency under the mentorship of Japanese painter Akiko Konada. In the final exhibition at the Alliance Francaise, the resulting works were sold for between €65 and €560. In 2022 Mnamba participated as one of 14 young talents in the Essence Art Exhibition, the first exhibition of the Nafasi Academy in Dar es Salaam. Later the year his works were seen at the Affordable Art Show in Nairobi.
„As an artist I should use my art to illuminate the community as a whole openly and with great energy as I convey my message to the community,” He is committed to spiritually advancing society. He currently earns his living as an art teacher for children in a Methodist church.

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Jennifer Msekwa

Jennifer Msekwa, Over the Wall, Acryl auf Leinwand mit Baststücken, 70 x 50 cm, 460 $ in der Rangi Gallery 2023 © J. Msekwa

Jennifer Msekwa ist eine preisgekrönte bildende Künstlerin aus Arusha, geboren am Vorabend des letzten Jahrhunderts. Sie begreift sich auch als Forscherin und Umweltschützerin. In der Natur gebe es so viel zu entdecken, dass man es nicht allein der Wissenschaft überlassen sollte.
Sie wollte immer vieles werden, aber das, was am meisten herausragte, waren ihre künstlerischen Talente. Schon als Schülerin war sie 2010 unter den Gewinner:innen eines prestigeträchtigen Kunstpreises des Arusha Declaration Museums. Kunst löst in ihr Freude aus. Dies führte dazu, dass sie das Fach an der High School belegte und sich später an der TaSUBa in Bagamoyo professionell zur Künstlerin ausbilden ließ.
Ihre Werke stellen die Natur in den Mittelpunkt und betonen die Bedeutung des Umweltschutzes. Inspiriert von der Natur, der Geschichte und sozialen Themen zielt ihre Arbeit darauf ab, zu inspirieren, zu erziehen und positive Impulse zu geben. Die Galerie Rangi zitiert sie: „Kunst ist eine gottgegebene menschliche Fähigkeit, aus eigenem Antrieb etwas zu entwerfen, herzustellen oder zu erschaffen. Sie dient nicht nur der Unterhaltung und dem Augenschmaus, sondern kann auch eine Waffe sein. Meine Kunst verschafft mir Raum und die Möglichkeit, mit Experten aus der Kulturindustrie wie auch mit Politiker:innen, Wissenschaftler:innen, Forscher:innen an verschiedenen Projekten zusammenzuarbeiten.“
Msekwa ist gläubig und spirituell. Sie träumt davon, eine erfolgreiche Künstlerin zu werden, die die Einstellung der afrikanischen und tansanischen Gemeinschaften gegenüber Kunst und Handwerk verändert. Ihren bisher größten Erfolg sieht sie darin, dass sie ihren eigenen Erwartungen gerecht werden konnte. Innovativ zu sein, Ideen zu entwickeln, zu recherchieren und Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden sowie das Material zu sammeln, das passt, sind für sie unabdingbare Voraussetzungen für die Weiterentwicklung ihrer Arbeit.
Portraits von Msekwa sind stets realistisch und eindringlich. Die Intensität ergibt sich aus der realistischen Darstellung und dem starken Kontrast zwischen den Motiven und ihren Hintergründen. Sie spielt mit allen Elementen ihrer Komposition, mit Farben und Helligkeit des Motivs, des Hintergrunds bis hin zur Abstraktion, um den Fokus auf die Gesichter und Gesten zu lenken. Verstärkt wird diese Wirkung durch die Verwendung natürlicher Materialien, die als Collage in das Kunstwerk eingearbeitet werden.
Die renommierte Wochenzeitung „The East African“ titelte 2021 über ihr Werk: „Liebe und der Kampf für die Natur bekommt eine künstlerische Form“.  Ihr Engagement, mit Kunst für den Umweltschutz und Menschenrechte einzutreten, hat sie verinnerlicht. Sie hat an mehreren Gemeinschaftsprojekten und Ausstellungen teilgenommen – lokal und international – und als Rednerin auf Konferenzen ihre Erfahrungen, Perspektiven und Ansichten dargelegt zu Fragen des sozialen Wandels und des Klimawandels aus der Sicht einer Künstlerin, die auch Aktivistin ist. 2020 wurde sie Zweite, 2022 gewann sie den ersten Preis bei der Young Visual Artist Human Rights Competition, ein Teil des ONGEA-Projekts der tansanischen Jugendhilfeorganisation Mulika. Im selben Jahr gehörte sie zu Ostafrikas ONGEA-Gewinnern, was dazu führte, dass Werke vin ihr im Cartoon-Museum in London ausgestellt wurden. 2022/23 wurde sie für einen Kunstpreis der Berliner SAABA.education-Stiftung von Ulrich Wünsch in deren Online-Ausstellung „#ChangingClimate“ nominiert.
Sie war an mehreren Residenzen und Forschungsprojekten beteiligt, darunter der New Shapes Residency des Nafasi Art Space in Dar es Salaam (2021) und einer EU-finanzierten Pamoja Residency. Jennifer trug maßgeblich zum „Documenting the undocumented“- Projekt der tansanischen Non-Profit-Organisation AC4D über das Leben der Hadzabe- und Datoga-Völker bei und im Jahr 2023 zu deren Märchenprojekt „Hapo Zamani Za Kale“ („Es war einmal“).
Über ihre Kunst sagt Msekwa: „Wazungu mögen meine Werke, weil auch sie sie verstehen und wertschätzen. Tansanier:innen hingegen tendieren dazu Kunst für gegeben hinzunehmen.“ Ein 70 x 50 cm großes Portrait Msekwas bot die Rangi Gallery 2023 für 460 $ an. Auf Youtube findet sich ein kurzes Porträt der Künstlerin, das letztes Jahr vom Nafasi Art Space produziert wurde.

© Jennifer Msekwa

Jennifer Msekwa is an award winning visual artist from Arusha, born at the eve oft he last century from Arusha. She is also a researcher and environmentalist. As a child she experienced a lot of things that contributed to build her career as an artist. Given her exposure, she always wished to become many things but the thing that stood out the most was her artistic talents and this seemed the natural direction for her to take. While still a student she was among the top winners for an art competition at the Arusha declaration museum in 2010. Art sparked joy in. This led her to study art at high school, later she was professionally trained at the TaSUBa in Bagamoyo .
Her works are based on concepts that center around nature in various social aspects, emphasizing the importance of environmental preservation. Inspired by nature, history and social issues, their work aims to inspire, educate and provide positive impact. Rangi gallery cites her: „Art is a God-given human ability to design, manufacture or create something of his/her own accord, Its not just for entertaining and pleasing the eye but can be a weapon and very effective medium for social change.“ She dreams to become a successful artist that will change the attitude of Africans and Tanzanian communities towards arts and crafts. „My art has given me a room to work with experts inside and outside the art industry like policymakers, scientists , researchers in different projects.“ Her dream project would be creating a piece of artwork that will bring about change in this world.
Jennifer is heavily engaged in spiritual matters by faith. Open minded and spontaneous, she dreams of becoming a successful artist who changes the attitude of African and Tanzanian communities towards arts and crafts. She sees her greatest success so far in being able to live up to her own expectations. For her, being innovative, coming up with ideas, researching and finding answers to them, collecting material she desires are all part and parcel for self improvement in her work.
Faces fascinated her to the point where she decided to practice drawing them, referencing the drawings she got from books found at home. Jennifer portraits possess a high level of intensity that is derived from the realistic rendering of her subjects and the stark contrast between the subjects and their backgrounds. Where she displays a proficiency of the various mediums she uses through the manner in which she plays around with all elements of her composition, most notably the values and tones of the subject and background to the point of abstraction, as a means of drawing focus to the subjects face and gestures, sometimes even through the use of natural materials that are incorporated to the artwork as a sort of collage.
The renowned weekly newspaper „The East African” headlined her work in 2021: „Love and fight for nature takes on an artistic form“. She has internalized her commitment to using art to advocate for environmental protection and human rights. She has participated in several community projects and exhibitions - locally and internationally - and has been a speaker at conferences, presenting her experiences, perspectives and views on issues of social and climate change from the perspective of an artist who is also an activist. In 2020 she was runner up, in 2022 she won the first award at the Young Visual Artist Human Rights Competition, part of the ONGEA-project of the Tanzanian youth serving organisation Mulika. That same year she was one of East Africa's ONGEA winners, which led to her works being exhibited at the Cartoon Museum in London. In 2022/23 she was nominated for an art prize from Ulrich Wünsch's Berlin SAABA.education Foundation in their online exhibition „#ChangingClimate”.
She has been involved in several residencies and research projects such as the New Shapes Residency of Nafasi Art Space in Dar es Salaam (2021), an EU-funded Pamoja Residency, the „Documenting the undocumented” project of the Tanzanian non-profit organization Arts and Culture for Development (AC4D) on the lives of the Hadzabe and Datoga peoples and in 2023 on their „Hapo Zamani Za Kale” („Once Upon a Time”) fairy tale project.
About her art, Msekwa says: „Foreigners love my art too because they also understand it and they value it too. Tanzanians tend to take art for granted.” The Rangi Gallery offered a 70 x 50 cm portrait of Msekwa in 2023 for $460. There is a short portrait of the artist on YouTube, produced by Nafasi Art Space in 2022.

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Lilian Munuo

Lilian Munuo - A Child's Well-Being; 2022 - Strings, nails, acrylic paint on wood - 70 x 90 cm - © L. Munuo

Lilian Cosmas Munuo aus Moshi (Künstlername Hettie Lillie), Jahrgang 1997, hat sich autodidaktisch zur bildenden Künstlerin entwickelt. Zugleich ist sie Aktivistin für Behindertenrechte. Nach einem Buchhalterinnen-Diplom vom Institute of Accountancy Arusha, wo sie lebt und arbeitet, fand sie keinen adäquaten Job. „Also musste ich weiter Kunst machen und habe mich ganz darauf eingelassen.“ Kunst verhilft ihr zu Identität und einem Zugehörigkeitsgefühl. „Ich zeichne schon seit ich denken kann, von der Grundschule bis heute. Kunst hat mir geholfen, jeden Tag mit den Realitäten meiner Umgebung zurechtzukommen.“
Im Alter von vier Jahren wurde bei ihr Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) diagnostiziert, eine Krankheit, die zu fortschreitendem Muskelschwund führt. Wie durch ein Wunder konnte sie den Verlauf verlangsamen, seit sie in ihren Zwanzigern ist. Ihre Kunst und ihr Inklusions-Aktivismus könnten ihr dabei geholfen haben. Kürzlich erhielt sie vom Commonwealth ein Zertifikat über ihre Ausbildung zur Behindertenrechts-Expertin.
Munuo betrachtet Kunst als Inspirationsquelle, als Raum zum Wachsen und als Medium, um Geschichten zu erzählen. Wunderbare Geschichten durch Kunst kennenzulernen und teilen zu können, motiviert sie.
Sie hat sich spezialisiert auf die Kunst, Bilder durch Fäden und Schnüre zu verfremden. Für ihre Kunstwerke verwendet sie verschiedene Medien, darunter Bleistift, Kohle, auch Nägel und Acrylfarben. Ihr Ziel: schöne Geschichten zu erzählen. „Meine Kunstwerke drehen sich um Themen; die Farben, Schnüre, Muster, Gesichtszüge und alle verwendeten Materialien müssen zum Thema passen.“ Wann immer Lilian etwas erschafft, ist es voller Hoffnung und Schönheit. Ein Kritiker schrieb: „Munuos Werke hinterfragen die öffentliche Wahrnehmung von Weiblichkeit und Alltag. Ihre Arbeit veranschaulicht auch Ausdrucksformen einer positiven Behindertenidentität und ein Forschen nach der Rolle der Künste bei der Identitätsbildung.“
Munuo hat ihre Werke auf verschiedenen Plattformen ausgestellt, darunter in der Wasemaje-Kunstausstellung in den Nordischen Botschaften Tansanias, in der Rangi-Galerie, in der Alliance française und in der Colours of Hope-Ausstellung des Rotary Clubs im Drum Café in Dar, in einer ostafrikanischen Kunstausstellung in Uganda und natürlich auch im Nafasi Art Space (2022). 2021 zeigte sie ihre Werke in einer Einzelausstellung im Dar es Salaam Centre for Architectural Heritage (DARCH!), 2023 auch im Little Theatre. Sie war 2. Siegerin des Wettbewerbs für Kunst und Menschenrechte der Jugendorganisation Mulika und hat an der Ausstellung „Arts and Human Rights: Conversing Multiplicities“ an der Concordia University in Montreal, Kanada, teilgenommen. Außerdem hatte sie die Gelegenheit, im Rahmen der tansanischen „Sheroes“-Buchvorstellung in der Residenz des schwedischen Botschafters im Jahr 2021 einen Kunstworkshop zur Visualisierung und Verbalisierung von Herausforderungen und Chancen für Mädchen und Frauen zu organisieren und zu leiten. 2020 wurde sie auch als eine der tansanischen „Sheroes“ geehrt. 2023 war sie mit ihrem Werk "Nubian", das in der Galerie angeboten wird, Notebook-Coverstar der NGO Africa No Filter und eine von 20 tansanischen Jugendstipendiat:innen der UN.
Ein kurzes Video-Portrait von Lilian findet sich auf X.
Noch werden ihre grandiosen Werke für wenige hundert Dollar gehandelt.

© Lilian Munuo

Lilian Cosmas Munuo (artists name Hettie Lillie) is a self-taught visual artist and disability rights activist from Moshi, born 1997. She graduated from Institute of Accountancy Arusha, where she lives, with a diploma in finance and banking. “I couldn't find work related to my study course hence I had to continue making art and I went all the way in.” Art also gives her identity and a sense of belonging. “I have been drawing for as long as I can remember, from primary school till now. Art helped me cope with the realities of my environment every day.”
At the age of four, she was diagnosed with Duchenne muscular dystrophy (DMD), a disease that causes progressive muscle loss. Miraculously, she has been able to slow down the disease since she is in her twenties. Her art and inclusive activism may have helped. Recently she received a certificate on disability rights from the Commonwealth.
Munuo views art as a source of inspiration, a space for growth, and a medium to tell her narrative. Her desire to learn and share wonderful stories through art serves as a cradle of motivation for her.
She specializes in string art, illustration, and pencil and charcoal work. She uses different mediums to create art such, also nails and acrylic paintings, aiming to tell different beautiful stories. “My artworks revolve around themes; the colours, strings, patterns, facial features and even materials used must evoke the theme.” Whenever Lilian creates something, it is always filled with hope and beauty. A critic wrote: “Munuo’s works interrogate public perceptions on femininity and daily living. Her work also illustrates expressions of a positive disability identity; exploring the role of arts in identity formation.”
She has had the opportunity to exhibit her works on different platforms including the Wasemaje art exhibition at the Nordic Embassies of Tanzania, at Rangi gallery, Alliance française, and at the Colors of Hope Exhibition by the Rotary Club at the Drum Café in Dar, at an East African art exhibition in Uganda and of course too at Nafasi Art Space in 2022. In 2021 she showed her works in a solo exhibition at the Dar es Salaam Centre for Architectural Heritage (DARCH!), !), 2023 at the Little Theatre in Dar too. She was 2nd winner at Mulika Tanzania Arts and human rights competition and has exhibited at Arts and Human rights: Conversing Multiplicities Exposition at Concordia University, Montreal Canada. Also, she had an opportunity to organize and run an art workshop about visualizing and verbalizing challenges and opportunities for girls and women as part of the Tanzanian “sheroes” book launch at the Swedish ambassador's residence in 2021. She was also honored as one of the  Tanzanian sheroes in 2020, her work "Nubian" (see gallery) won the Africa No Filter 2023 notebook cover. The same year Lilian became one out of 20 Tanzanian UN Youth fellows.
A short portrait you can find on X.
Her magnificent works are still offered for a few hundred dollars.

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Muzu Suleimanji

Muzu Suleimanji - Ausstellung in der Mlimani City Mall, Dar es Salaam, 2019 © M.Suleimanji

Muzu Sulemanji, geboren 1950 in Sansibar, ging in Dar es Salaam zur Schule und studierte Angewandte Kunst in Mumbai. Daran schloss er ein Postgraduiertenstudium in Grafikdesign in Basel an. Seine Leidenschaft für die Fotografie entstand, seit seine Brüder 1971 das Color Center Photographic Studio im schon von seinem Großvater genutzten, früheren GM-Gebäude an der Samora Ave. in Dar gründeten. Später wurde es zu einem Grafikstudio und einem Desktop-Publishing- und Druckunternehmen ausgebaut, das immer noch von den Brüdern Salim und Muzu Sulemanji geführt wird. Heute betreibt Muzu als Maler und Rahmungsspezialist mit seiner Frau die Galerie Art N Frame und das Rahmen-Geschäft von einem Wohngrundstück in Oyster Bay aus.
Muzu hat als Fotojournalist Zeichen gesetzt, der die Architekturgeschichte Dar es Salaams aufzeichnet. Seine Fotos, die sich im Wesentlichen auf Dar‘s Mischung aus urbaner Architektur, öffentlichen und privaten Räumen konzentrieren, wurden 2017 in Buchform veröffentlicht. Muzu ist ein Multimedia-Künstler, der seine malerischen und fotografischen Talente kombiniert, um faszinierende Werke zu erschaffen. Immer wieder überschneidet sich bei ihm Fotografie mit bildender Kunst. Er malte viele architektonische Gebäude in Sansibar nach Fotoabzügen. Er malt Motive und in einer Weise, die sein muslimisches Erbe und die Schönheit seiner Heimat Sansibar zelebrieren. Das Weltkulturerbe Stonetown ist stets eine seiner wichtigsten Inspirationsquellen geblieben. Sein Auge für Details, Textur und Atmosphäre verzaubert Betrachtende und sensibilisiert sie bzw. ihn für die Faszination Tansanias. Der mystische Charme der historischen Gebäude auf den Inseln, der Alltag der Menschen in den Straßen werden in eloquenten Linien und melancholischen Tönen eingefangen. Seine Gemälde vermitteln einen sensiblen und souveränen Eindruck von den Gebäuden, den Auswirkungen der Zeit, der Verwitterung, dem geschäftigen Treiben auf dem Markt und der Ruhe des Indischen Ozeans. Sein Sinn für Perspektive und Erdfarben tragen dazu bei, das wahre Bild Stonetowns hervorzuheben, ein Erbe, von dem er hofft, dass es sachgemäß erhalten wird.
Seine erste Soloausstellung hatte Muzu 1992 mit Öl-, Aquarell-, Kohle-, Feder- und Tuschezeichnungen im Nationalmuseum Tansanias in Dar. 1993 wurden einige seiner Gemälde im People's Palace Zanzibar für eine internationale Konferenz über die Geschichte und Kultur der Inseln ausgestellt. Eine weitere Einzelausstellung fand 1994 in der neu eröffneten Zanzibar Gallery statt. Während des ersten Zanzibar Film Festivals 1998 hatte er eine weitere Einzelausstellung im People‘s Palace. Mehrere seiner Werke wurden im Goethe-Institut, in der EU- und UN-Vertretung in Dar, im französischen Kulturzentrum, im russischen Kulturzentrum, in der finnischen und belgischen Botschaft, im Sheraton Hotel sowie in der Galerie Watatu in Nairobi (2019) ausgestellt. Dauerhaft gesammelt wird er im Nationalmuseum.
Muzu nahm von Anfang an und nimmt bis heute an der East African Art Biennale teil, er beteiligte sich auch an der ersten jährlichen Fotoausstellung, die vom italienischen Botschafter im April 1999 organisiert wurde. Er stellte gemeinsam mit anderen Künstlern auch in der Highgate Fine Art Gallery in London aus. Werke von ihm wurden auch in Washington, DC, gezeigt, wo er eine Einzelausstellung mit Gemälden hatte, und im Jahr 2000 gewann eines seiner Gemälde einen dritten Preis bei der Kunstausstellung der Weltbank. Drei seiner Gemälde wurden von der Leonard Cheshire & Ryder Foundation auch zur Herstellung von Weihnachtskarten verwendet.
Seine Bilder wurden bereits einmal beim Nyerere Foundation Fundraising Dinner versteigert, auch für die Tanzania Wildlife Society. Im Jahr 2020 erzielte ein A2-Gemälde in Öl, das eine Straßenszene in Stonetown darstellt, 260 US-Dollar auf mutualarts.com.

© M.Suleimanji

Muzu Sulemanji, born 1950 in Zanzibar, went to school in Dar es Salaam and studied Applied Arts in Mumbai, followed by post graduation in Graphic Designing in Basel, Switzerland. His passion for photography has been cultivated since his brothers started the Color Centre Photographic Studio in 1971, in the former GM building on Samora Ave. in Dar, belonging to the Sulemanji forebear. Later on it was developed into a graphics studio and Desktop Publishing & Printing outfit, which is still run by brothers Salim and Muzu Sulemanji. Today Muzu lives as a painter and framer who with his wife operates the Art N Frame gallery and framing shop from a residential property in Oyster Bay.
Muzu has set course as photojournalist who records the city’s architectural history. His photos, focusing by and large on Dar‘s existing mix of urban architecture, public and private spaces, in 2017 have been published in book form. Muzu is a multimedia artist, who combines his painting and photographic talents to create some fascinating pieces. He recurrently overlaps photography with fine art, for the main part painting architectural buildings in Zanzibar from photograph prints. He also paints in motifs that celebrate his Muslim heritage and the beauty of his native Zanzibar, thus the world heritage Stonetown has remained one of his main areas of inspiration and interest. His eye for detail, texture and atmosphere enchant viewers and develop their sensitivities to the delights of Tanzania. The mystical charm of the historical buildings on the Isles, the day to day life of the Zanzibari people are captured in eloquent lines and somber tones. His paintings give a sensitive and authoritative impression of the buildings, the effects of time, weathering, the hustle and bustle of the market and the tranquility of the Indian Ocean. His sense of perspective and earth colours helps to bring out the true picture of the existing Stone Town, which he hopes will be conserved properly.
Muzu held his 1st one man exhibition of oils, water colour, charcoal, pen and ink drawings at the National Museum in Dar in 1992. In 1993 some of his paintings were displayed at the People's Palace Zanzibar, for an International Conference of the History and Culture of Zanzibar. Another solo show was held at the newly opened Zanzibar Gallery in 1994. During the first Zanzibar Film Festival 1998 he held another one man exhibition at the Peoples' Palace. Several of his works were displayed at the Goethe Institute, EU and UN Headquarters, French Cultural Centre, Russian Cultural Centre, Finish Embassy, Belgium Embassy, Sheraton Hotel, Gallery Watatu in Nairobi (2019) and at the National Museum in Dar.
He took part with the East African Art Biennale since it’s beginning til today and in the First Annual Photographic Exhibition organised by the Italian Ambassador HE Alfredo Mattacota in April 1999. Muzu exhibited, along with other International Artists, at the Highgate Fine Art Gallery in London. He has shown his works also in Washington, DC, where he had a solo exhibition of his paintings, and in 2000 one of his painting captured a third price at the World Bank Art Exhibition. Three of his paintings were used by the Leonard Cheshire & Ryder Foundation to produce Xmas Cards.
His paintings were auctioned at the Nyerere Foundation Fund Raising Dinner, and one for the Tanzania Wildlife Society. In 2020 an A2 painting in oil, depicting a street scene in stonetown, was sold for $260 on mutualarts.com.

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Aggrey Mwasha

Aggrey Mwasha, Family, Acryl auf Leinwand, 103 x 69 cm, Preis in der Rangi-Galerie 1.950 $ - © A.Mwasha

Aggrey Mwasha ist ein autodidaktischer Künstler, der 1969 in der Kilimandscharo-Region geboren wurde. Mit zehn malte er bereits mit Farben, die er aus verschiedenen Pflanzen und Blumen extrahierte. Schon während seiner Schulzeit bestritt er einige Ausstellungen. Nach Abschluss der Sekundarschule schrieb er sich für Wirtschaftspädagogik ein, obwohl er tief im Inneren wusste, dass er zum Künstler geboren war. „Ich beschloss, Maler zu werden, weil ich schöne Dinge sah. Also habe ich mich weitergebildet und viele Workshops und Ausstellungen besucht. Tag für Tag wurde ich besser. Ab 1991 begann ich, den Beruf ernst zu nehmen. Von da an gelang es mir, meine Bilder im Ausland zu verkaufen. Ich betrachte Kunst als meine Ausdrucks- und Lehrsprache, sei es metaphorisch oder explizit.“
Einer seiner Lehrer war Prof. Elias Jengo, dessen „Handschrift“ noch heute in Aggreys Werken durchschimmert. Für seinen abstrakten Impressionismus verwendet er Ölfarben, Acryl, Pastell und Wasserfarben. Die Rangi-Galerie schrieb über seinen Stil: „Aggrey Mwashas Arbeit vermittelt seine ganz eigene, individuelle Sicht auf das afrikanische Leben und die afrikanische Kultur, was sich in der stark stilisierten Darstellung von alltäglichen Ritualen in der af-rikanischen Gesellschaft zeigt, in seinen Bildern von Kindern, die in Schulen lernen, von Menschen, die mitten im Alltag tanzen, bis hin zu Darstellungen der Urhandlungen von Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen. Diese freundlichen Themen werden mit warmen Farben und verschwommenen Figuren wiedergegeben, die von leuchtend farbigen Hintergründen überlagert werden, um besondere Merkmale seiner Motive hervorzuheben.“
Aggrey hatte von 2004 bis 2010 die Gelegenheit, das Wasanii Art Center zu kura-tieren, eine Open-Space-Galerie, die von der amerikanischen und italienischen Botschaft unterstützt und von Künstlern selbst betrieben wurde. Derzeit hat er sein eigenes Kunstatelier in Daressalam.
1989 war Aggrey Mwasha der erste Gewinner des von der FAO organisierten Zeichen-wettbewerbs zum Welternährungstag. 2009 war er der einzige Maler, der aus Tansa-nia für die Teilnahme am Zweiten Panafrikanisches Kulturfestival ausgewählt wur-de, das in Algier stattfand. Später hat er an zahlreichen Ausstellungen in ver-schiedenen Ländern wie Finnland (Artpurha), England oder auch den USA teilgenom-men. Er hat auch verschiedene Workshops besucht, darunter 2002 einen an der Uni-versität von Daressalam mit der niederländischen Künstlerin Els Waigers.
Seine Gemälde wurden in viele Länder verkauft, darunter nach Finnland, Frank-reich, Südafrika und Deutschland. Die Preise schwanken heute zwischen 3.900 US-Dollar für ein 137 x 117 cm großes Werk, das die Rangi Gallery 2024 anbot, und gerade mal 300 Euro, die das Start-up Asante Sanaa für ein 40 x 60 cm großes Gemälde von ihm verlangt.

© A.Mwasha

Aggrey Mwasha is a self taught artist born in 1969 in Kilimanjaro region. He started
painting when he was about ten years old using colors which he extracted from different plants and flowers. He also did a few exhibitions while he was still at school. After completing secondary school, he found himself enrolled at a college of business education even though he knew, deep down he was born to be an artist. „So I continued teaching myself, attending many workshops and exhibitions. I was improv[ing] day after day. I started to take the profession seriously from 1991. And from there, I have managed to sell my paintings abroad.“ Aggrey says: „I consider art to be my language of expression and teaching, be it metaphorically or explicitly. I decided to be a painter by looking at beautiful things.”
One of his teachers was Prof. Elias Jengo, whose “handwriting” still shines through in Aggrey’s work today. „I am doing abstract impressionism, using oil colours, acrylic, pastel, water colours.“ Rangi gallery wrote about his style: „Aggrey Mwasha’s work conveys his own unique individual outlook of african life and culture, that is demonstrated by his highly stylized representation of common day to day rituals in african society, ranging from students studying in schools to people dancing in social settings, to depictions of animal’s primal acts in their natural habitats. This wholesome subject matter is rendered with warm colors and hazy figures that are superimposed with vibrant colored backgrounds to encapsulate the definitive features of his subjects.“
Aggrey got an opportunity to curate at the Wasanii Art Centre from 2004 to 2010, an open space gallery supported by American and Italian Embassy and run by artists themselves.
Currently Aggrey has his own art studio in Dar es Salaam.
In 1989 he was the first winner in the World Food Day Drawing competition organized by the FAO). Further more he was the only painter selected from Tanzania to participate in the Second
Pan African Cultural Festival which took place at the international Fair of Algiers (Algeria) in
2009. Later on he has participated in a number of exhibitions in different countries like Finland (Artpurha), England, USA etc.
He has participated in different workshops, one of them at the University of Dar es Salaam with Dutch artist Mrs. Els Waigers in 2002.
His paintings have been sold to many countries, including Finland, France, South Africa and Germany. The prices for his works today fluctuate between $3,900 for a 137 x 117 cm work that the Rangi Gallery offered in 2024 and just €300 that the start-up Asante Sanaa charges for a 40 x 60 cm painting of his.

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Paul Ndunguru

Paul Ndunguru, The Source, 2019 © P. Ndunguru

Paul Ndunguru, Jahrgang 1971, sagt: „Kunst steckt seit Generationen in meiner Familie.“ Er schloss sein Studium mit einem Kunst-Diplom am Bagamoyo College of Arts ab.
Als Fan von Rembrandt haben Ndungurus Werke weiche Hintergründe, seine Motive hingegen klare Konturen. Er sagt: „In Farben sehe ich meine Stärke.“ Er schafft Bilder, oft mit religiösen Bezügen, die Geschichten erzählen, wie man sie aus der Welt der Comics kennt. Gern bleibt manches mysteriös. „Eine Künstlerwohnung ist ein Ort voller Geheimnisse, die nur in dem Moment gelüftet werden können, in dem man versucht, sie zu verbinden. Dann haben wir vielleicht das Gefühl, dass wir alle schon da waren.“
Heute arbeitet das Multitalent als Aktionskünstler, Bildhauer, Maler, Illustrator, Musiker, Performer, Organisator und Lehrer. 2015 hat er zusammen mit Fred Halla den meterhohen Peke, den letzten Elefanten, entworfen und für eine vom WWF finanzierte landesweite Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit eingesetzt. Er ist Leadsänger und Komponist der Wahapahapa Band und arbeitet auch als Graphic Novelist und kreativer Designer. Er produziert Comics, 2D-Animationen, Plastiken und Puppen.
2003 gründete er die Alama Art and Media Production Ltd., die erste Kunst- und Medienproduktionsfirma des Landes, die Kunst im öffentlichen Raum entwickelt und die soziale und ökologische Fragen hinterfragt. Seitdem ist er deren Geschäftsführer. Die Firma entwirft und produziert Hörspiele, Storyboards fürs Fernsehen, Radiowerbung sowie andere Werbe- und Druckmaterialien.

Paul Ndunguru, Station Lobby transforming, Kla Art 014, Kampala 2014 © P. Ndunguru

In einer Gemäldeausstellung in der Alliance Française drückte Ndunguru 2015 aus, für wie wichtig er es hält, dass Menschen das Recht auf freie Information und Kommunikation haben, insbesondere in einer Welt, in der bestimmte Paradigmen oder Geschichten nicht in Frage gestellt werden dürfen – Geschichten von Ältes-ten, Führern oder Entscheidungsträger. Gegen diese Idee, dass „der Rest folgen muss“, setzt er Symbole, die den Dialog befördern und Kommunikationsplattformen initiieren können und schließlich die Welt für soziale und ökologische Gerechtigkeit öffnen.
2015 wurde er als Champion des „EU Year for Development“ ausgezeichnet. 2016 war er Artist in Residence am Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin. 2022 wurde Ndunguru, ein Gründungsmitglied des Nafasi Art Space in Dar, dessen Vorstands-vorsitzender.
Ndunguru hat seine Arbeiten in Asien, den USA, Europa und Afrika ausgestellt und verkauft. Neben einigen Einzelausstellungen in der Alliance Francaise in Dar nahm er u.a. an der East African Art Biennale teil und stellte Werke in Kampalas Kla Art 014 aus.
Bei einer Ausstellung in der Alliance Francaise in Dar wurden bereits vor zehn Jahren (2013) Ölgemälde von ihm verkauft, die zwischen 130 € und 1.500 € kosteten. Ein großes (100 x 150 cm), weniger aufregendes Werk Ndungurus, „At the River“ von 2013, wurde 2023 bei Asante Sanaa für 400 € angeboten, ein noch etwas größeres (130 x 150 cm) für 480 €, ein kleineres (65 x 120 cm) für 320 €. Mittlerweile allerdings hat das Start Up die Preise deutlich angehoben, 2024 kostet ein 130 x 150 cm großes Werk von Ndunguru dort 950 €.

© P.Ndunguru

Paul Ndunguru, born in 1971, says: „Art has been in my family for generations.“ He graduated with a diploma in arts from the Bagamoyo College of Arts.
A fan of Rembrandt’s works, Paul’s work has soft backgrounds with clean contours of his subjects. He says: „In colours I see my strength.“ He creates paintings which tell stories in a way known from the world of comics. His stories often have religious references, some points remain mysterious. „An artist dwelling place is a place of secrets, that can only be revealed through the moment you try to connect it. Then we might feel that we all have been there.“
Today the multi talented artist works as action artist, sculptor, painter, illustrator, musician, performer, organizer and educator. In 2015 together with Fred Halla he has designed the meter high Peke, the last elephant, and used it for a WWF funded countrywide campaign to enhance public awareness. He also does comics, 2D animation and puppets. He is lead singer and composer for Wahapahapa Band, also working as graphic novelist and creative designer.
In 2003 he founded and became executive director for Alama Art and Media Production Ltd., the country's first art and media production company which develops public art questioning social and environmental issues. It designs and produces radio drama, story boards for TV, promotional materials on radio as well as printing materials.
In a painting exhibition at the Alliance Française in 2015, Ndunguru expressed the importance for people to have the right to get information and communicate freely, especially in a world where certain paradigms or stories are not allowed to be questioned – stories of elders, leaders, decision-makers. Against this idea that the „the rest has to follow“, he uses symbols that can create dialogue and initiate platforms for communications, and eventually open the world of social and environmental justice.
In 2015 he was honored as EU Year for Development champion. In 2016 he was artist in residence at the Centre for Art and Urbanism in Berlin. In 2022 Paul, who has been member of Nafasi Art Space in Dar since its beginning, became chairman of its board.
Ndunguru has exhibited and sold his work across Asia, US, Europe, and Africa. Beside some solo exhibitions at Dar’s Alliance Francaise he took part with the East African Art Biennale and exhibited works in Kampala’s Kla Art 014.
A large (100 x 150 cm), less exciting work by Ndunguru, "At the River" from 2013, was offered at Asante Sanaa in 2023 for €400, an even larger one (130 x 150 cm) for €480, a smaller (65 x 120 cm) for €320. Allready at an exhibition at the Alliance Francaise in Dar, oil paintings by him were sold ten years ago (2013), costing between €130 and €1,500.

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Nimrod Hanai

Nimrod Hanai, Transformation, 2019, Oil on Canvas, 90 x 60 cm, Nafasi Art Space, price on request © Nimrod Hanai

Nimrod Hanai wurde 1983 in Singida geboren. Er betätigt sich künstlerisch, seit er denken kann. Während der Schulzeit, auch noch während seines Betriebswirtschafts-Studiums, nutzte er jede freie Minute zum Malen. Die Arbeit in einer Bank lag ihm nicht, die Kunst zog ihn magisch an.
Frühe Gemälde von ihm sind realistisch und Landschaftsbilder. Das reichte ihm bald nicht mehr, um seine Gefühle und Ansichten auszudrücken. So geriet er an einen Wendepunkt, zwang sich, neue Ausdrucksformen zu finden, die durch Farbe, Textur und Form eine Stimmung erzeugen. Er stieß aufs Abstrakte, für das ihm anfangs allerdings noch viel Fachwissen fehlte. Um das auszugleichen, belegte er einen Kurs in zeitgenössischen Techniken am Michelangelo-Institut in Florenz. Nach viel Übung und Recherche führte dies zu seinem heutigen Stil.
Er nennt sich selbst einen Vollzeit-Künstler, der zwar wenig formale künstlerische Ausbildung genossen hat, aber alle freie Zeit genutzt hat, Kunst zu erzeugen. Die abstrakte Kunst erlaubt es ihm auszudrücken, was er ausdrücken möchte, ohne sich selbst einzuschränken. Sein bester Freund dabei ist nicht der Pinsel, sondern das Palettenmesser, mit dem er seine Farben aus der Tube mischt und aufträgt. Daraus entsteht sein einzigartiger Stil.
Nimrods Hauptinteresse liegt im Kontrast zwischen hellen und dunklen Farben. „Ich verwende Öl- und Acrylfarben auf der Leinwand und drücke abstrakt die Komplexität der menschlichen Realitätswahrnehmung aus. Mein Stil kombiniert Fragmente von hellen und dunklen Farben und Ausschnitte aus Raum und Zeit, die einen starken Kontrast erzeugen und Betrachtende in den Bann ziehen. Ich setze diesen Kontrast ein, um die Dynamik zwischen dem, was wir uns wünschen, und dem, was wir im Alltag wirklich erleben, zu beschreiben. Letztendlich sollen die zum Strahlen gebrachten Farben uns inspirieren und darauf lenken, uns trotz Einschränkungen oder Herausforderungen immer weiter zu entwickeln."
Nimrods künstlerische Lebenseinstellung besteht darin, nach innen und nicht nach außen zu schauen. Er versucht, Farben und Schattierungen geschickt zu kombinieren, um aussagekräftige Formen zu schaffen. Inspiriert wird er von der Art und Weise, wie sich das gewöhnliche Alltagsleben entwirrt. Er sagt: „Um das Leben in Einklang zu bringen, kommen Licht und Dunkelheit zusammen, um einen Kontrast zu schaffen. Ich male für die Welt, nicht für mich. Ich kann das Gefühl der Freude einfangen, nicht für mich allein, sondern für alle, wenn sie das Werk sehen, das ich erschaffen habe.“
Wenn er zum Arbeiten nicht gerade andernorts eingeladen ist, wie z.B. 2022 sechs Wochen auf Gibb's Farm, lebt und arbeitet Nimrod als Künstler in Nairobi. Er war artist in residence am Kuona Arts Centre in Nairobi (2020) und im Nafasi Art Space in Dar (2019).
Seine Ausstellungskarriere begann 2017 mit der Aufnahme in die East Africa Art Biennale, die in Dar, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali und Bujumbura zu sehen war. Die Serie „Catalyst 1-4“ bescherte ihm 2019 eine erste Soloausstellung in der Alliance Francaise in Dar. Ausstellungen in der Villa Ampelaki auf Kreta, im Kona Arts Center und in der Kioko Art Gallery in Nairobi folgten. Dazu kamen unzählige Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Museen und Kunsträumen, z.B. 2018 und 2020 bei der Kenya Museum Society in Nairobi, auf Kunstmessen wie der Fira Internacional d'Art de Barcelona 2021 und 2022, bei der Kunstmesse im chinesischen Suzhou 2021 oder auch zweimal in der Residenz des Schweizer Botschafters in Dar es Salaam. Das breite Ausstellungsgeschehen zeigt, welches nationale und internationale Interesse Nimrod Hanai mittlerweile in Ostafrika, Europa und den USA erfährt. Seine Werke befinden sich in Privatsammlungen in Tansania, Kenia, Griechenland, Israel, Italien, Deutschland und den USA.
Zwei Werke aus der Catalyst-Serie, eines in Acry, eines in Öl, sind bis heute auf dem Markt. Auf artsper.com kostet das 80 x 60 cm große Acryl-Gemälde inkl. Versand knapp 740 €, kaleido.art ruft für das gleichgroße Ölgemälde 690 $ auf, das gleiche Werk wird beim Schweizer Projekt satellites-of-art.com für 1.300 € angeboten.. Saatchiart.com bietet ähnliche Werke für 730 bis 820 € an, kleine quadratische Werke (30 x 30 cm) von Nimrod kosten dort weniger als 300 €, bei artsper.com 200 €. Ein für Nimrods Arbeiten ungewöhnlich großes Werk (89 x 80 cm) bot artsper.com 2023 für 890 € an.

© Nimrod Hanai

Nimrod Hanai was born in Singida in 1983. He has been artistically active since he can remember. During his school days, even while he later was still studying business administration, he used every free minute to paint. Working in a bank wasn't his thing, art had a magical attraction for him.
Early paintings by him are realistic and landscape paintings. Soon that wasn't enough for him to express his feelings and views. So he came to a turning point, forcing himself to find new forms of expression that create mood through colour, texture and form. He encountered the abstract, for which he initially lacked a great deal of specialist knowledge. To compensate, he took a course in contemporary techniques at the Michelangelo Institute in Florence/Italy. After much practice and research, this led to his current style.

He calls himself a full-time artist who, while having little formal artistic training, has devoted all his spare time to creating art. The abstract art allows him to express what he wants to express without limiting himself. “I use oil or acrylic colors on canvas to create artworks of meditative emotional states that impact feelings or emotions.” His best friend is not the brush, but the palette knife, with which he mixes and applies his colors from the tube. This is where his unique style comes from.
Nimrod's main interest lies in the contrast between light and dark colors.
“Using oil and acrylic paints on canvas, I abstractly express the complexity of human perception of reality. I create paintings that capture meditative emotional states and the dynamics between our spiritual hopes, and what is expected from the physical world. The fragments of light in my work are meant to inspire and catalyse us to keep on improving our inner selves. My style combines fragments of light and dark colors and of space and time that create a strong contrast and captivate the viewer. I use this contrast to describe the dynamic between what we desire and what we really experience in everyday life. Ultimately, the colors that are made to shine are meant to inspire and direct us to keep evolving despite limitations or challenges."

Nimrod's artistic approach to life is to look inward, not outward. He tries to  combine colors and shades to create meaningful shapes. He is inspired by the way ordinary everyday life unravels. He says: “To balance life, light and dark come together to create contrast. I paint for the world, not for myself. I can capture the feeling of joy, not just for me, but for everyone when they see the work I have created.”
When not invited to work elsewhere, such as at Gibb's Farm for six weeks in 2022, Nimrod lives and works as an artist in Nairobi/Kenya. He was artist in residence at the Kuona Arts Center in Nairobi (2020) and at the Nafasi Art Space in Dar (2019).
His exhibition career began in 2017 with his inclusion in the East Africa Art Biennale, which has featured in Dar es Salaam, Arusha, Nairobi, Kampala, Kigali and Bujumbura. The series "Catalyst 1-4" brought him his first solo exhibition at the Alliance Francaise in Dar in 2019. Exhibitions at Villa Ampelaki on Crete/Greece and at Kona Arts Center and Kioko Art Gallery in Nairobi followed. In addition, there were countless participations in group exhibitions in museums and art spaces, e.g. in 2018 and 2020 at the Kenya Museum Society in Nairobi, at art fairs such as the Fira Internacional d'Art de Barcelona/Spain 2021 and 2022, at the art fair in Suzhou, China 2021 or twice in the residence of the Swiss ambassador in Dar. The wide range of exhibitions shows the national and international interest Nimrod Hanai is now experiencing in East Africa, Europe and the USA. His works are in private collections in Tanzania, Kenya, Greece, Israel, Italy, Germany and the USA.
Two works from the Catalyst series, one in acrylic and one in oil, are still on the market today and are also for sale through our gallery. On artsper.com, the 80 x 60 cm acrylic painting including shipping costs €736, kaleido.art is asking $690 for the oil painting of the same series and size, the same work is offered by the Swiss project satellites-of-art.com for €1,300. Saatchiart.com offers similar works for €730 to €820, small square works (30 x 30 cm) by Nimrod cost less than €300, at artsper.com €200. In 2023, artsper.com offered an unusually large work (89 x 80 cm) of Nimrod for €890.

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Annah Nkyalu

© Annah Lot Nkyalu, Growth, 2021, 59 x 42 cm, Kugelschreiber und Kohlestift auf Papier, angeboten für 330 € bei vollefarben.de und asante sanaa, 2023

Annah Lot Nkyalu (geb. 1997 in Iringa) ist eine tansanische figurative bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin, die mit verschiedenen Medien arbeitet, insbesondere mit dem Kugelschreiber. Neben ihrer Arbeit als Künstlerin erwarb sie den Bachelor zur Lehrerin in Naturwissenschaften. Im letzten Jahr an der Universität begann sie, ihre Karriere als Malerin ernsthaft in Angriff zu nehmen. Sie nahm an mehreren Gruppen-Ausstellungen teil und reiste zur Inspiration auch nach Sansibar.
Während ihrer Schulzeit hatte sie immer den Drang zu zeichnen und einen Kuli bei sich. So beherrschte sie dieses Medium früher als jedes andere. Ihre Arbeiten erfordern normalerweise viele Stunden Konzentration und enthalten danach viele Schichten. Sie kreïert gern lebensechte Porträts, indem sie tausende von kleinen Punkten aufträgt, die nach vielen Stunden der Konzentration zum Kunstwerk werden. Diese Methode ist zu ihrem ganz besonderen Stil geworden. Zuweilen sollen ihre Arbeiten auch die Stärke und die Kämpfe der Gesellschaft widerspiegeln und Probleme aufgreifen, an denen Jugendliche unterschiedlichen Geschlechts beteiligt sind. „Kunst ist wie ein Wunder. Sie zaubert aus dem Nichts eine ganz besondere Schönheit, die den Menschen Hoffnung macht.“
2019 gewann sie den Wettbewerb der Künstlergruppe Tanzania Fine Arts, 2022 wurde sie Zweite beim Wettbewerb der „Künstler für die Menschenrechte“ der tansanischen Jugendorganisation Mulika, 2023 erste Tumaini la Maisha-Wettbewerb zugunsten krebskranker Kinder. Die Werke wurden in der Rangi Gallery ausgestellt. Sie ist Mitglied des Vijana Vipaji Kollektivs und war Ende 2023 für eine Künstlerresidenz Gast des Killruddery House in Irland. Mit ihren Arbeiten dort wird sie krebskranke Kinder in Tansania unterstützen. Im gleichen Jahr wurden Werke von ihr im Rahmen der internationalen Ausstellung Indien-Tansania-Deutschland auch in der Kölner Kulturkirche Ost gezeigt: Anfang 2024 war sie "artist in residence" der Forster Gallery in Zanzibar.
Ihre Arbeiten wurden lokal und international bereits in Uganda, Kanada und Deutschland ausgestellt. Im Drum Cafe (Oysterbay/Dar) hatte sie 2023 einen Monat lang eine Soloausstellung. Annahs Werke haben Sammler in verschiedenen Teilen der Welt erworben. Die Patterson Agency, die die Melia Hotels bewirbt, und die Zahra Media Group beauftragten Annah mit Arbeiten für ihr Marketing. Derzeit lebt Annah in Daressalam und hat ein Atelier im Nafasi Art Space.
In Deutschland sind Werke von Annah zuweilen auch bei Asante Sanaa zu erwerben, dem Social Startup aus Bayreuth, das auch einen wunderbaren kleinen Imagefilm über die Künstlerin erstellt hat. Ein A4-Werk kostete dort zuletzt 140 €, A2-große Arbeiten wurden dort anfangs noch für 330 €, mittlerweile fürs Doppelte verkauft.

© Annah Lot Nkyalu

Annah Lot Nkyalu (born 1997 in Iringa) is a Tanzanian figurative visual artist and art facilator who works with various media, particularly ballpoint pen. In addition to her work as an artist, she completed her bachelor's degree to become a science teacher. During her final year of university, she began to seriously pursue her career as a painter. She took part in several group exhibitions and also traveled to Zanzibar for inspiration.
Even during her school days, she always had a pen with her and the urge to draw. She mastered this medium earlier than any other. Their work typically requires many hours of concentration involving many layers of pen strokes. She enjoys creating lifelike portraits by applying thousands of small dots that become a work of art. This method has become her very special style. Some of her works reflect the society's strength and struggles portraying issues involving youth of different gender. “Art is like a miracle. It conjures up a very special beauty out of nothing that gives people hope.”
In 2019 she won the competition of the Tanzania Fine Arts artist group, and in 2022 she came second in the “Artists for Human Rights” competition of the Tanzanian youth organization Mulika, 2023 she was winner of the Tumaini la Maisha-Competition for kids with cancer. Through this she gained an exhibition at Rangi gallery. She is a member of the Vijana Vipaji collective and was a guest at Killruddery in Ireland at the end of 2023 for an artist residency. With her work there she will support children with cancer in Tanzania. In the same year, her works were also shown at the Kulturkirche Ost in Cologne/Germany as part of the international exhibition India-Tanzania-Germany. At the beginning of 2024 she took an artist residency at Forsters Gallery in Zanzibar.
Her work has been exhibited locally and internationally in Uganda, Canada and Germany. She had a solo exhibition at the Drum Cafe (Oysterbay/Dar) for a month in 2023. Annah's works have been acquired by collectors in various parts of the world. The Patterson Agency, which promotes Melia Hotels, and Zahra Media Group commission Annah to do work for their marketing. Annah currently lives in Dar es Salaam and has a studio at Nafasi Art Space.
In Germany, works by Annah can sometimes also be purchased from Asante Sanaa, the social startup from Bayreuth, which has also created a wonderful little image film about the artist. An A4 work recently cost €140 there, while A2-sized works were sold for €330.

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Raza Mohamed

Raza Mohamed, The Masks, 2000, Oil on canvas, 93 x 80 cm, sold 2015 for $1,700 on artauctioneastafrica.com © Raza Mohamed

Hasnain Raza Mohamed zählt heute zu den großen alten Männern der tansanischen Kunstgeschichte. Er wurde 1946 in Tabora in Zentraltanganjika geboren. Seine Familie zog kurz darauf nach Mombasa, Kenia. Der Kunstunterricht in der Oberschule hinterließ einen bleibenden Eindruck bei ihm. Als kleiner Junge beeinflussten ihn Bilder von Cowboys, Indianern und westlichen Schauspielern auf Kaugummipackungen. Seine Leidenschaft und Begeisterung für die Kunst entwickelte sich mit zunehmendem Alter immer mehr und obwohl er sich in anderen Berufen versuchte, um auf Nummer sicher zu gehen, blieb sein Hauptaugenmerk immer auf der Malerei.
Nach Abschluss der Schule kehrte er nach Tansania zurück und lebte in Arusha. 1964 ging er nach Dar es Salaam und begann als Maler, Grafiker, Buchillustrator und Briefmarkendesigner zu arbeiten. In den 1980er Jahren gehörte er zu einer neuen Generation angesehener tansanischer Künstler und war bald als einer der wichtigsten tansanischen Künstler seiner Generation anerkannt. Einen großen Teil seines Berufslebens verbrachte er als Grafikdesigner, Maler und Ausstellungskurator beim American News Service in Dar. Außerdem arbeitete er als Dozent an der pädagogischen Fakultät der Universität von Dar es Salaam. 1997 kam ein Wendepunkt für ihn, er gründete die Raza Art Gallery und seitdem hat er nie zurückgeblickt.
Durch malerisches Ausprobieren, technische Verfeinerung und stilistisches Experimentieren hat Raza im Laufe seiner langen Karriere eine raffinierte Form der fragmentierten Abstraktion entwickelt. Seine oft kubistisch anmutenden Bilder haben ein mystisches Element. Ihre innere Dynamik entfaltet sich in gedämpften Wechselwirkungen von Far-be und Licht. Öl, Pastell, Aquarell, Tusche, Acryl und Bleistiftarbeiten – Raza Mohamed beherrscht all diese Formen, wenn auch die ersten drei seine Favoriten sind. Was die Themen betrifft, so fängt er das gewöhnliche afrikanische Alltags-leben ein und verwandelt es in eine außergewöhnliche visuelle Darstellung der Kultur. So erklären sich die geniale Züge in seinen Gemälden. Wie er sagt: „Ein Künstler sieht die Dinge nicht so, wie sie sind; er sieht sie so, wie er ist.“
„Das Portfolio von Mzee Raza zeigt sein Interesse an der menschlichen Form und seine Absicht, mit ihrer Darstellung zu experimentieren. Seine abstrakte Arbeit zeichnet sich durch die Verwendung erdiger Farben mit einer schimmernden Quali-tät aus, die aufgrund ihres angelaufenen Aussehens, ihrer rauen Pinselführung und Textur fast metallisch, bronzefarben wirken.“ (Rangi Gallery)
Als einer der Pioniere der modernen Kunstszene gilt Raza in Tansania als „Nationaler Schatz“. Einige nennen ihn auch den Picasso Tansanias, auf den er sich tatsächlich als Vorbild beruft. Raza ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und hat an einer Reihe von Kunstausstellungen in Ostafrika und anderswo teilgenommen, unter anderem in Deutschland, den USA, Dänemark, Frankreich und Nigeria. Seit der Unabhängigkeit Tansanias 1961 hat er jeden Präsidenten gemalt. Razas Karriere erweist sich als große Inspiration für viele tansanische Maler. Der Künstler lebt und arbeitet im Künstler-Stadtteil Mwenge in Dar es Salaam.
Die Circle Art Gallery Nairobi verkaufte 2015 in ihrer artauctioneastafrica.com das oben dargestellte Werk von Raza für 1.700 $, 2021 ein 64 x 100 cm großes für 2.200 $. Die Rangi Gallery in Dar es Salaam ruft 2023 für ein 77 x 69 cm großes Raza-Werk von 2001 2.800 $ auf. Aktuelle Werke verkauft Tanzanias Picasso zuweilen auch deutlich günstiger im Nafasi Art Space in Dar.

© Raza Mohamed

Hasnain Raza Mohamed is one of the grand fathers of contemporary Tanzanian art. He was born in Tabora in central Tanganyika in 1946. His family moved to Mombasa, Kenya. Art lessons he took at secondary school made a lasting impression on him. As a young boy, his first images were influenced by images of cowboys, red indians, and western actors on chewing gum packets. These are what initially sparked his passion for art. His passion and enthusiasm for art developed more and more as he grew up and although he tried other occupations to play it safe, his main focus always remained fixed on painting.
After completing education, he returned to Tanzania, where he continued his studies in Arusha. In 1964 he left for Dar es Salaam and began working as a painter, graphic designer, book illustrator and stamp designer. By the 1980s he had emerged as one of a new generation of revered Tanzanian artists and Raza was recognised as one of the most important Tanzanian artists of his generation. He spent a large part of his working life at the American News Service in Dar es Salaam. There, he served as a graphic designer, painter and exhibition curator. He also worked as a lecturer at the Institute of Education, which is part of the University of Dar es Salaam. 1997 came a turning point for him, he started the Raza Art Gallery and since then he has never looked back.
Through a practice of painterly experimentation, technical refinemen and stylistic experimentation over a long career, Raza has developed a sophisticated form of fragmented abstraction. His often cubistic paintings have an element of mysticism. Their inner dynamics emanate in subdued interactions of colour and light. Oils, pastels, watercolors, ink, acrylics and pencil work - Raza Mohamed has made a mastery over all these forms, though the first three are his favourites. As for themes , he captures the ordinary African day to day life and transforms it to an extraordinary visual representation of the culture which explains why Raza’s paintings have ingenious traits. As he says: „An artist does not see things as they are; he sees them as he is.”
„Mzee Raza’s portfolio exhibit his interest with the human form and his intent on experimenting with its representation. His abstract work is distinct in his use of earthy colors with a sheen like quality, that almost looks metallic, bronze in nature due to its tarnished appearance, rough brushwork and texture.“ (Rangi Gallery)
As one of the pioneers in the local art scene, Raza is described as a „National Treasure” in Tanzania. Some consider him as the Picasso of Tanzania, whom he actually names as his role model. He is well-renowned beyond the country’s borders, having participated in a number of art exhibitions in East Africa and elsewhere, including Germany, USA, Denmark, France and Nigeria. He has painted every president since Tanzania’s 1961 independence. Raza’s career proves a great inspiration for many Tanzanian painters. The artist currently lives and works in the Mwenge district of Dar es Salaam.
On artauctioneastafrica.com Circle Art Gallery Nairobi sold Raza's work above in 2015 for $1,700, 2021 they sold a 64 x 100 cm big one for $2,200. The Rangi Gallery in Dar es Salaam in 2023 is asking $2,800 for a 77 x 69 cm work from 2001. Tanzania's Picasso sometimes sells current works at significantly lower prices at the Nafasi Art Space in Dar too.

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Mac Sawaya

Mac Sawaya, Tusamehe Makosa Yetu (Vergib uns unsere Fehler), 2015, Acryl auf Leinwand, 82 x 42 cm - © M. Sawaya

Mac Sawaya, geboren in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, arbeitet und lebt in Daressalam. Er ist Kunst- und Biologielehrer an einer High School und hat einen BA in Kunstpädagogik von der University of DSM. Er sagt: „Der Weg eines Künstlers ist lang und voller Versuche und Irrtümer, über die man lacht und dann weitermacht.“
„Ich begann in der Grundschule zu zeichnen, inspiriert von Illustratoren in Cowboy-Comics. Ich erinnere mich, dass ich damals versuchte, berühmte Cowboys - Kit Carlson, Roy Rogers oder Buffalo Bill – zu malen. Ich wollte genauso gut zeichnen wie sie schossen, scheiterte aber. Das machte mich wütend. Meine Großmutter und meine Lehrer ermutigten mich weiter zu üben, zu üben und zu üben.“ Seine Großmutter mütterlicherseits war Pianistin in der Kirche, was seine Vorliebe für musikalische Inhalte in seiner Arbeit bestärkte. Seine vier Geschwister sind alle künstlerisch begabt und ein jüngerer Bruder unterstützt ihn manchmal beim Malen.
Sawaya war einer der letzten Glücklichen, die noch bei Tansanias prominenten Hochschullehrern gelernt haben, dem verstorbenen Sam Ntiro und Elimu Njau, der bis heute in Nairobi arbeitet. Später machte er auch ein Praktikum an der Ecole des Arts et Décoratif de Straßburg in Frankreich.
Er ist ein genauer Beobachter der Formen von Pflanzen und Tieren, auch der nicht lebenden. Die alltäglichen Dinge und Ereignisse in seiner Umgebung sind die Quellen seiner Inspiration. Sobald Sawaya inspiriert ist, sucht er nach Ansichten, die er durch Formen, Konturen und Farben verändern kann, um etwas Neues zu schaffen.
Sawaya arbeitet hauptsächlich in Öl. Das Ergebnis wird manchmal als „verschüttete Farbe“ bezeichnet. Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit ist die Integration von Farbe, Raum und Form, um Bewegung und starke Gefühle zu vermitteln. Dabei bedient er sich keines bekannten Stils, um freie Sicht und Fantasie hervorzukitzeln. Der Kunstkritiker Mwafrika Merinyo bezeichnet Sawaya als „disziplinierten Radikalen“ und schreibt: „Da er selbst Kunstlehrer ist, ist es schwer, amateurhafte Fehler in seiner harmonischen und angenehmen Farbpalette zu finden. Motive sind gut komponiert und die Farbbalance ist, wenn auch oft heikel, nahezu perfekt. Mac Sawayas Kunst erzählt vom Leben und von menschlichen Aktivitäten, von Kindern und ihrer Welt, von Mutter und Kind und natürlich von Musik. Wenn er über seine Kunst und seinen Arbeitsstil spricht, ist in seinen Gedanken und Argumenten immer ein Anflug von Radikalität zu erkennen. Auch in seinen harmonischen Leinwänden taucht hier und da Radikalität auf und offenbart eine unabhängig denkende Persönlichkeit. Die Logik wird umgekehrt und es werden radikale Vorschläge gemacht. Er würde zum Beispiel lieber von seinem Schlafzimmer aus arbeiten, als über ein „richtiges“ Studio zu verfügen, obwohl es ihm im großzügigen Familienanwesen nicht an Platz mangelt.“
Für Mac Sawaya transzendiert Bedeutung die Form. Was man als Verzerrung von Objekten in seiner Kunst wahrnehmen könnte, ist daher einfach seine Art, die Bedeutung eines Subjekts auszudrücken. Er betrachtet seine Kunst nicht als afrikanische Kunst, weil er europäische Techniken einsetzt. Sawaya selbst nennt es „Fusion Art“ – Kunst, die von einem Afrikaner mit westlichen oder europäischen Medien, Techniken und Einflüssen geschaffen wurde.
Seine Werke wurden auf vielen Ausstellungen gezeigt, u.a. auch im Goethe Institute in DAR. 2018 erhielt er eine einmonatige Residenz im Nafasi Art Space, während der er u.a. einen Workshop und Vortrag über zeitgenössische Perspektiven auf die frühe tansanische Höhlenkunst anbot.
Sawaya ist nicht vordringlich daran interessiert, seine Werke zu verkaufen, nicht weil er es sich leisten kann, sondern weil er die Reaktion der Öffentlichkeit auf seine Arbeit und nicht die des Marktes sehen will. Seine Arbeiten werden daher bei Ausstellungen oder im Internet nur selten angeboten.

© M. Sawaya

Mac Sawaya, born in the fifties of the last century, works and stays in Dar es Salaam. He is a High School Art and Biology teacher with a BA in Education specific to Fine Art from University of DSM. He says: „The journey of an artist is long. It is filled with trials and errors of which ones laughs off and continues.“
„I started drawing while in primary school inspired by illustrators in cowboys comic books.l remember trying to copy famous cowboys at that time, Kit Carlson, Roy Rogers and Buffalo Bill. I wanted to draw as good as them but failed. Got angry. My grandmother and teachers encouraged me to practice, practice and practice.“ His maternal grandmother was a seasoned pianist in the church, a fact that can throw light on his penchant for music content in his work. Of his two brothers and two sisters, all are artistically gifted and a younger brother keeps him company painting sometimes.
Sawaya has been one of the lucky few to have learned from Tanzania’s prominent artist, the late Prof. Sam Ntiro and Prof. Elimu Njau who still works in Nairobi. Later he also got an an internship at the Ecole des Arts et Décoratif de Strasbourg, France.
He is a keen observer of shapes of plants and animals including the non-living in the environment. Mac Sawaya says, the common things and everyday events present in his environment as the sources of his inspiration. Once inspired he searches for looks to change to artistic forms, shapes and colour to create something new.
Sawaya works primarily in oils, his style sometimes is coined as „spilled paint“. A key characteristic of his work is integration of colour, space and forms to convey a strong sense of motion and feelings. However, he expresses feelings’ of a painter without a style so as to allow free vision, technique and fantasy to charge. Art critic Mwafrika Merinyo calls Sawaya a “disciplined radical” and writes: „Being an art teacher himself, it is hard to find amateurish flaws in his otherwise harmonious and pleasant colour palette. The subject is well composed and the colour balance, though often times delicate, achieved almost to perfection. Mac Sawaya’s art speaks of life and human activities, children and their world, mother and child, and of course music. There is always a strain of radicalism in his thought and argument even as he discusses his art and his working style. Radicalism surfaces here and there in his harmonious canvases as well, revealing an independent-minded personality. Logic is inverted and radical propositions are put forward. He would rather work from his bedroom, for example, instead of having a ‘proper’ studio although he doesn’t lack the space in the spacious family compound.“
„To Mac Sawaya, meaning transcends form. What one might perceive as distortion of objects in his art, therefore, is simply his way to express some meaning of the subject. He doesn’t regard his art as African art because he employs European technical dynamics in creating it.“ Sawaya himself terms it ‘fusion art’ – art made by an African with western or European medium, technique and influences.
His works were shown at a lot of exhibitions, between others also at the Goethe Institute in Dar. In 2018 he received a month-long residency at the Nafasi Art Space, during which he offered, among other things, a workshop and lecture on contemporary perspectives on early Tanzanian cave art.
Sawaya is not allways interestetd in selling his works not because he could afford it, but simply because he wants to see the public’s reaction to his work and not the market reaction. As a result, his work is not often sold neither in exhibitions nor online.

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Cuthbert Semgoja. A Day On, Mixed Media, 70 x 70 cm, 400 $ auf store.photizoartgallery.com 2023 © C.Semgoja

Cuthbert Semgoja

Cuthbert George Semgoja, Jahrgang 1979, wuchs in Dar es Salaam auf. Schon in der Primarschule zeichnete er Menschen und Gegenstände. Seine Begabung führt er auf zwei Onkel zurück. „Ich war ständig umgeben von kreativen Anstößen und habe viele Techniken ausprobiert.“ Der Faszination fürs Malen verdankte er 1998 seinen ersten Job als Kunsterzieher in einem Kindergarten. „Im Jahr 2000 wachte ich eines Tages auf als Maler, der nicht mehr zu bremsen war. Malen ist das Medium meiner Wahl, um mich kreativ auszudrücken. Ich bin anhaltend überwältigt von dessen magischer Kraft und den Möglichkeiten, sich auf einmalige Weise mit anderen auszutauschen.“
Als Semgoja 2011 erstmals eigene Arbeiten im damals neuen Nafasi Art Space ausstellte, hatte sein Thema aus heutiger Sicht, wo Tansania das einzige Land Afrikas mit einer Staats- und Regierungschefin ist, fast prophetische Züge: Er stellte den wachsenden familiären und politischen Einfluss der Frauen dar. Seine aktuellen Werke zeigen in einem eigentümlichen Mix aus realistischer, verwischter und Weichzeichnermalerei die verschiedensten menschlichen Tätigkeiten und kulturelle Aktivitäten, oft in melancholischen Farben. Wildtiere hingegen erfahren bei Semgoja gern auch mal eine hyperrealistische Darstellung.
Semgoja beklagt sich, den Tansaniern fehle es an Liebe zur bildenden Kunst. Sie würden denken, diese werde allein für die Ausländer produziert. Kaum einer kaufe etwas.
2015 wurde er mit einigen anderen Künstlern beauftragt, Werke fürs Präsidialamt zu schaffen. „Seitdem klappt die Kooperation prächtig. Viele unserer Bilder hängen dort.“ Wenig später gründete er mit 13 weiteren namhaften Malern das 14+-Kollektiv, das sich der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst verschrieben hat und z.B. bei der 9. Biennale Ostafrikanischer Kunst 2017 in Dar, Arusha, Nairobi, Kigali und Bujumbura ausstellte. Semgoja selbst war auf der Biennale, die 2001 begründet wurde, ein halbes Dutzend Mal vertreten.
„Mit meinen Gemälden möchte ich meine eigenen Erfahrungen belegen, Dinge malen, wie ich sie sehe, und mit anderen die Schönheit und Vielfalt der Welt teilen.“
Semgoja arbeitet in allen Formaten mit Öl- genauso gern wie mit Acrylfarben, gleich ob auf Leinwand oder anderen Untergründen. Er hat seine Werke an den verschiedensten Orten ausgestellt, natürlich viel in Dar es Salaam, aber unter anderem auch bei den Biennalen Ostafrikanischer Kunst 2019 in Nairobi, Kampala und Kigali. Seit 2012 ist immer mal wieder in der Banana Hill Gallery in Nairobi vertreten. Zu sehen waren seine Werke auch schon in Zanzibar, Mombasa, mit dem 14+-Kollektiv auf der Stockholm Independent Art Fair, in Malta, in Italien, bei Fair-Trade-Veranstaltungen mehrfach auch in Deutschland, zuletzt 2018.
„Außergewöhnliche Verkäufe, die meine Erwartungen sprengten, habe ich bis heute nicht erlebt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!“ Eine 70 x 70 cm große Stadtansicht von ihm wurde 2023 in Nairobi auf store.photizoartgallery.com für 400 $ angeboten.

© C.Semgoja

Cuthbert George Semgoja, born in 1979, grew up in Dar es Salaam. Already in primary school he drew people and objects. He attributes his talent to two uncles. "I was constantly surrounded by creative impulses and tried out many techniques." He owed his first job as an art teacher in a kindergarten in 1998 to his fascination with painting. “One day in the year 2000 I woke up as a painter who could no longer be stopped. Painting is my medium of choice to express myself creatively. I am constantly overwhelmed by its magical power and the opportunities to exchange ideas with others in a unique way.”
When Semgoja first exhibited his own work in the then new Nafasi Art Space in 2011, his theme had almost prophetic traits from today's perspective, where Tanzania is the only country in Africa with a ruling female head of state: it represented the growing private and political influence of women. His current works show the most diverse human and cultural activities in a peculiar mix of realistic, blurred and soft-focus painting, often in melancholic colors. Game, on the other hand, experiences sometimes hyper-realistic depictions with Semgoja.
Semgoja complains that Tanzanians lack a love for the visual arts. Many fellow wountrymen would believe that art is only produced for foreigners. Hardly anyone buys anything. In 2015 together with other artists he was comissioned to deliver works to the Office of the President. “Since then the cooperation has been going great. Many of our paintings are hanging there.” A little later together with 13 other well-known painters he founded the 14+ collective, which is dedicated to the development of contemporary art. At the 9th Biennale of East African Art in 2017 the collective exhibited in Dar, Nairobi, Kigali and Bujumbura. Semgoja himself was represented half a dozen times at the Biennale, which was founded in 2001.
“Though my Paintings seek to document my own personal experiences, to paint the things I see and share to the others the beauty and diversity of the world I’ve seen.“
Semgoja works in all formats with oil just as much as with acrylic paints, whether on canvas or other surfaces. He has exhibited his work in a wide variety of venues, a lot in Dar es Salaam of course, but also at the 2019 East African Art Biennale in Nairobi, Kampala and Kigali, among others. Since 2012 he was represented at the Banana Hill Gallery in Nairobi from time to time. His works were shown in Zanzibar, Mombasa, with the 14+ collective at the Stockholm Independent Art Fair, in Malta, Italy and at “fair trade” events in Germany, most recently in 2018.
“To this day, I have not seen any exceptional sales that have exceeded my expectations. But I'm not giving up hope!” A 70 x 70 cm cityscape of him was listed for sale in Nairobi on store.photizoartgallery.com in 2023 for $400.

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Job Theophil

Job Theophil, Conserve, 2022 (Nafasi) - © J. Theophil

Job Theophil ist ein junger Maler, der 2001 in Daressalam geboren wurde und bis heute dort lebt. „Ich arbeite derzeit von zu Hause aus und arbeite auch als Auftragskünstler, um mit meinen Portraits Einnahmen zu erzielen.“
Job verwendet in seinen Kunstwerken hauptsächlich Kohle und Graphit. Sein Stil ist monochromatisch, er malt schwarz-weiß, ggf. mit Zusatzfarben. Maßgeblich inspiriert hat Job der südafrikanische Künstler Jono Dry, ein figurativer Maler und Fotograf, der Elemente der Umwelt und Tiere in seine Arbeit einbezieht. Job nutzt gerne weibliche Figuren, um seine Botschaft darzustellen. „Wir sagen ‚Mutter Natur‘, daher entspricht eine Frau oft eher meinen Erwartungen, um eine Botschaft zu übermitteln.“
Job will mit seinen Kunstwerken gesellschaftliche Probleme wie soziale Ungerechtigkeit, Kriminalität und Umweltprobleme veranschaulichen, und er möchte durch seine Gemälde Lösungen anbieten. Er interessiert sich besonders für Umweltthemen. „Fürs Überleben und sein Wohlergehen ist der Mensch stark von der Umwelt abhängig.“Job nahm 2022 an seiner ersten privaten Ausstellung im MULIKA 255 teil und erhielt eine Anerkennungsurkunde für seine Beteiligung an ihrem Kunstwettbewerb zum Thema Menschenrechte. Er betrachtet Kunst als ein wirksames Instrument zur Kommunikation und Problemlösung in unseren Gemeinschaften.

© Job Theophil

Job Theophil is a young visual artist who was born in Dar es Salaam in 2001 and currently resides there. „I’m currently working from home w and working as a commissioned artist to gain income too.“
Job primarily uses charcoal and graphite in his artwork, and his style is black and white, rarely using coloured pencils. South African artist Jono Dry, a figurative painter and fotographer who incorporates elements of the environment and animals into his work, has inspired Job significantly. He likes to use a female to portray his message. „We say ,mother nature‘, therefore a female character suits my expectations to deliver the message.“
Most of the time he likes to use art to portray situations in society such as social injustice, crime, and environmental problems, and he intends to offer solutions through his drawings. He is particularly interested in environmental issues, as he believes that humans are heavily reliant on the environment for their survival and well-being.
Job participated in his first private exhibition at MULIKA 255 and received a certificate of appreciation for his involvement in their art competition related to human rights. Job views art as a powerful tool for communication and problem-solving in our communities.

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Vensa Temu

Vensa Temu, Meditation 03, 2019, Kohle und Bleistift auf Papier, 80 x 60 cm © V. Temu

Vincent P Temu (Vensa ist sein Künstlername), 1995 geboren im Manyara-Distrikt, ist ein realistischer Zeichner, Grafiker und Kunstlehrer aus Arusha.
Schon während der Schulzeit an der Edmund Rice Sinoni Secondary School in Arusha (2010–2013) belegte er Bildende Kunst, heute lehrt er das Fach an derselben Schule. Vensa verwendet Kohle- und Graphitstifte, um hyperrealistische Porträts auf Papier zu erstellen, oft als Auftragsarbeiten. Inspiration bekommt er aus seiner lebendigen Gemeinschaft und vom Hören afrikanischer Musik.
2022 wurde Vensa unter 150 Bewerbern aus Tansania auserwählt, um für zwei Wochen als Artist in Residence nach Irland zu reisen. Dort fertigte er im Killruddery House, einem großen historischen Landhaus, Zeichnungen an, die am Ende versteigert wurden, um die kostenlose Krebsbehandlung von Kindern in Tansania zu unterstützen. Eine der Zeichnungen mit dem Titel Afirsh handelte von seinen Erfahrungen mit der afrikanischen und irischen Kultur. Diese Zeichnung ist jetzt Teil der Sammlung des Landhauses.
Im Jahr 2022 war Vensa auch Finalist des Derwent Art Prize, eines internationalen Wettbewerbs für Zeichnungen mit über 6.000 Einsendungen von 2.300 Künstler:innen, die alle zwischen 5 und 15 € pro eingesandtem Werk bezahlten. 72 Werke der 55 Finalisten wurden später in der gallery@oxo in London ausgestellt, danach reiste die Ausstellung weiter nach Paris, um auch dort die besten Zeichnungen aus aller Welt zu feiern. Im gleichen Jahr gewann er den 2. Preis in einem Kunstwettbewerb zum Krieg in der Ukraine, einem Wettbewerb für ostafrikanische Kreative unter dem Thema „Wahrheit schaffen – Wahrheit besiegt Lügen“, gesponsert von Robert E. King, ein Philanthrop aus Kalifornien.
Vensa nahm an verschiedenen Gruppenausstellungen teil, 2021 im Nafasi Art Space in Daressalam, 2022 waren Werke von ihm auch in Cardiff/Wales zu sehen. Im gleichen Jahr wurden Bilder von ihm in einen internationalen Porträtwettbewerb aufgenommen, der von der Artelibre Gallery in Zusammenarbeit mit dem MEAM/Barcelona organisiert wird und dessen Gewinner dort 2023 ausgestellt werden. Seine erste Einzelausstellung fand 2021 in  The Drum art gallery in Dar es Salaam statt, die zweite an der Drawing School in Dublin, als er dort als Artist in Residence arbeitete. Diese erste internationale Ausstellung war aufgrund der Zusammenarbeit mit der Dubliner Galerie Hang Tough Contemporary und dem Killruddery House sehr erfolgreich.
Ein Kurzportrait des Künstlers bei der Arbeit findet sich auf youtube.

© V. Temu

Vincent P Temu (Vensa is his artistic name), born on October 1995 in Manyara,, is a realism drawing artist, graphic recording artist and fine art teacher based in Arusha.
He did fine arts while studying at Arusha’s Edmund Rice Sinoni Secondary School (2010-2013) and is now a fine art teacher with the same school. Vensa uses charcoal and graphite pencil for creating hyper-realistic portraits on paper, often he does commissioned work. Inspiration comes from his vibrant community and listening to African music.
In 2022 Vensa was selected out of 150 applicants from Tanzania to travel to Killruddery House in Ireland for two weeks as artist in residency. There he prepared drawings that were auctioned at the end to support free cancer treatment for kids in Tanzania. One of the drawings titled Afirsh was about his experience of African and Irish culture. This drawing is now part of the collection of Killruddery House which is a great historic country house in Ireland.
In 2022 Vensa has been shortlisted of Derwent Art Prize, an international competition with more than 6.100 entries by 2.325 artists from 43 countries (who all have had to pay between 5 and 15 € per work) where all 72 works of 55 finalist artists were exhibited at the gallery@oxo in London. The exhibition later on travelled to Le Marais, the art district of Paris, France, to celebrate the best of contemporary drawing from all over the world. Also in 2022 he won 2nd prize in an art competition on the war in Ukraine which was a competition for East African creatives under the theme “creating truth - truth vanquishes lies” sponsored by Robert E. King, a philanthropist from California/USA.
Vensa took part in various group exhibitions, 2021 at Nafasi Art Space in Dar es Salaam, 2022 in Cardiff/Wales. 2022 he had awarded works with the ModPortrait, an international portrait competition organized by the Artelibre Gallery in collaboration with the MEAM/Barcelona, where it will be exposed in 2023. His first solo exhibition took place in 2021 at The Drum art gallery in Dar Es Salaam, the second at The Drawing School in Dublin, Ireland, while he stayed there as artist in residence. It was his first international exhibition and it was very successful due to the collaboration with the Hang Tough Contemporary gallery and the Killruddery House.
You can find a short portrait of Vensa at work on youtube.

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